Und während sich deutsche Politikwissenschaftler dazu gemüßigt sehen, ihr von mir hinterfragtes Teilen menschenverachtender Videos gedemütigter Zivilisten in aggressiven Direktnachrichten zu rechtfertigen, geschieht in Deutschland das Folgende:

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„Geheimplan gegen
Deutschland

Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.“

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„In dem hell erleuchteten
Speisesaal eines Landhotels nahe Potsdam treten nach und nach gut zwei Dutzend Menschen ein. Manche sind Mitglied bei der AfD, ein führender Kopf der Identitären Bewegung ist dabei.
Manche sind Burschenschaftler, dazu Bürgertum und Mittelstand, Juristen, Politikerinnen, Unternehmer, Ärzte. Auch zwei CDU-Mitglieder sind dabei, Mitglieder der Werteunion.“

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„Der Großteil der Vorträge und Gespräche […] wird um diesen zentralen Punkt kreisen, die „Remigration".
Sellner ergreift das Wort. Er erklärt das Konzept im Verlauf des Vortrages so: Es gebe drei Zielgruppen der Migration, die Deutschland verlassen sollten. Oder, wie er sagt, „um die Ansiedlung von Ausländern rückabzuwickeln". Er zählt auf, wen er meint: Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht - und „nicht assimilierte Staatsbürger"
Letztere seien aus seiner Sicht das größte „Problem".“

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„Man müsse einen „hohen Anpassungsdruck" auf die Menschen ausüben, zum Beispiel über „maßgeschneiderte Gesetze". Remigration sei nicht auf die Schnelle zu machen, es handele sich um „ein Jahrzehnteprojekt". Eine Idee ist dabei auch ein „Musterstaat" in Nordafrika.
Sellner erklärt, in solch einem Gebiet könnten bis zu zwei Millionen Menschen leben. Dann habe man einen Ort, wo man Leute „hinbewegen" könne. […] Und alle, die sich für Geflüchtete einsetzten, könnten auch dorthin.“

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Persönlicher Einschub von mir:
Wer das Folgende als Journalist und Journalistin liest und versteht, wird die eigene journalistische Berufspraxis nochmals genau reflektieren und die Arbeit von Kollegen und Kolleginnen kritisch prüfen und offen diskutieren wollen.

Aber: Die Verantwortung liegt dabei nicht nur auf individueller Ebene. Sie liegt maßgeblich auch bei den Verantwortlichen in deutschen Medienhäusern, speziell jenen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Und weiter:

„In der Runde geht es darum, wie aus der Idee der Remigration eine politische Strategie werden soll.
Sellner sagt: Dazu müsse „metapolitische, vorpolitische Macht" aufgebaut werden, um „das Meinungsklima zu ändern".

Ein aktives Vorfeld müsse die kommende rechte Regierung in Deutschland auch nach der Wahl unterstützen.“

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„Wenn man den Inhalten der Vorträge folgt, heißt das praktisch: Es soll auch Geld fließen. In Influencer-Projekte, in Propaganda, in Aktionsbewegungen und universitäre Projekte. Das ist die eine Seite, der Aufbau einer rechtsextremistischen Gegenöffentlichkeit.

Die andere ist die Schwächung der Demokratie, das heißt:
Wahlen anzweifeln, das Verfassungsgericht diskreditieren, andere Meinungen zurückdrängen, öffentlich-rechtliche Medien bekämpfen.“

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@nadia_z
Hört sich nach Trump an.