Ich hatte bislang keine ausgeprägte Haltung zu den Bauernprotesten. Das ist seit gestern anders. Seit gestern bin ich 100 Prozent gegen die Bauern. Ich weiß, dass das nicht fair ist. Aber im Moment kann ich nichts dagegen tun, die Bilder vom Fähranläger haben mich emotionalisiert. Dort wurden Grenzen nicht nur überschritten, sondern gesprengt.

Das einfach mal als Rückmeldung an die „Mitläufer“. Eine Sache kann noch so wichtig und richtig sein, aber mit Gewalttätern legt man sich nicht ins Bett.

Ich hinterfrage mich aber auch: Was, wenn Klimaproteste bei anderen eine ähnlich emotionale Reaktion hervorrufen? Das kann tatsächlich sein, und die Sache mit den Bauern hilft mit beim Verständnis.

Und doch gibt es einen Unterschied: Nach allem, was ich weiß, richten sich die Aktionen der Klimaaktivisten praktisch nie gegen Einzelpersonen, schon gar nicht gewalttätig. Das ist m.E. ein gewichtiger Aspekt, den man in der Beurteilung nicht vernachlässigen darf.

@sebwilken
Wie sagt man immer: mit Erpressern verhandelt man nicht.
Scheint hier wohl anders zu sein. 🙃
@sebwilken Wo ist der Unterschied, ob Aktivisten oder Bauern Strassen blockieren?
Bei Bauern fällt die Regierung nach 2 Wochen um und Klimaaktivisten können über Jahre demonstrieren. Das ist ungerecht und man bevorzugt Teile der Gesellschaft und Generationen.
Aktivisten wurden ua zu Klimakleber, weil niemand aus der Regierung sie ernst genommen hat. Gegen sie wurde ermittelt und Strafen verhängt. Bauern können sich sonst wie verhalten. Das schlimmste was sie bekommen ist Hausfriedensbruch