Es sei also "historisch", dass beim Klimagipfel #COP28 vereinbart wurde, in Zukunft irgendwann was gegen die #Klimakatastrophe zu tun. Da überrascht es nicht, wenn man erfährt, dass die Worte "fossil fuels" erstmals in einem Abschlussbericht erwähnt wurden. Beim achtundzwanzigsten weltweiten Klimagipfel.

https://www.derstandard.at/story/3000000199408/neuer-cop-28-beschlussentwurf-ruft-zu-umstieg-weg-von-fossilen-auf

Klimagipfel beschließt erstmals Umstieg auf nichtfossile Energieträger

Zwar ist nicht die Rede vom "Ausstieg" aus Kohle, Öl und Gas – dennoch nennen Beobachtende dieses Ergebnis ein starkes Signal

DER STANDARD
@docjosiahboone @anlomedad Kritik und Skepsis sind angebracht, aber das Abschlussdokument fordert „tiefgehende, schnelle und dauerhafte Maßnahmen“ und beschreibt eine Stagnation der CO2-Emissionen 2025, eine Reduktion ggü 2019 um 43% bis 2030, eine Verdreifachung erneuerbarer Energien bis 2030 und insgesamt einen Weg weg von fossiler Energie bis Mitte des Jhd. als das wissenschaftsbasierte Vorgehen. Das ist schon mehr als „irgendwann“, zumindest auf dem Papier.

@christianschwaegerl
Du, dieses Tripling der Renewables bis 2030, wenn die das echt machen, dann würde das knapp die Hälfte der fossilen Primärenergie ersetzen. Kommt das hin, oder hab ich da einen großen Logikfehler?
Hab ich mal so überschlagen mit der ausgedachten Faustregel, dass 1kWh Primär=Endenergie in Renewables in fossile Primärenergie übersetzt 2kWh entsprechen.

@docjosiahboone

@anlomedad @docjosiahboone Laut World in Data liegt Anteil heute bei 14%, wenn man Substitutionseffekt berücksichtigt (siehe „Note“). Eine Verdreifachung würde 42% Gesamtanteil bezogen auf das heutige Verbrauchsniveau entsprechen. Wäre also schon erheblich, vor allem wenn man die Investitionsdynamik berücksichtigt. Jahre, über die Fossilprojekte Renditen abwerfen können, werden eben immer weniger und niemand setzt gerne Geld auf sterbendes Pferd…

@christianschwaegerl @docjosiahboone

Ja. Ich find die Formulierung geschickt. So indirekt. "Wir ändern nix an den Fossilen...😎 Wir verdreifachen ja nur die RE-Flotte und jeder weiß doch, wie wenig das zur Zeit ist. Also keine Bange!" Ich glaube, dieser Vorschlag kam sogar aus Deutschland von #Baerbock oder halt #JenniferMorgan. Jedenfalls hatte ich diese Formulierung aus Baerbocks Mund schon vor dem COP gelesen und sofort nachgerechnet.

Kann natürlich auch Gemeinschaftsleistung von irgendeinem pre-COP Treffen gewesen sein. #COP28

@christianschwaegerl @docjosiahboone

Was mir immernoch richtig Sorgen macht, sind die Rohstoffe, die termingerecht verfügbar sein müssen. Es redet ja niemand davon, den allgemeinen Rohstoff-Verbrauch in anderen Anwendungen zu senken, sondern RE-Ausbau und Grid soll so nebenher dazukommen. #Degrowth

#TakumaWatari et al 2020 zeigt den Demand-Anstieg für 48 Elemente für RE und auch allgemeinen Bedarf bis 2030 und bis 2050 neben der historischen Abbaukapazität bis 2015. Schockierend https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921344919305750

Der Preisanstieg (+ Inflation) in Neodymium für Magneten in WEK zB. führte schon dazu, dass 2 große Offshore Windparks in USA dieses Jahr gecancelt wurden, die eine dänische Firma da bauen wollte. (Reuters).
US$ /Tonne schoss von 430,000 auf 1,529,292 und sank erst wieder, als die Projekte im Sommer gecancelt wurden. Nun ist der Preis bei 530,000 wie im Januar 2021:
https://tradingeconomics.com/commodity/neodymium
Bei Watari steigt der Neodym-Demand bis 2030 10x von historisch ~20kt auf 220,000kt /Jahr!

@anlomedad @docjosiahboone Rohstoffe sind großes Thema, ja, wichtige Punkte. Manche Folgen landen dann bei Biodiv-COP.

Was die Formulierung anbelangt, wenn es die einzige Aussage wäre, könnte man „bei den Fossilen“ bleibt alles gleich reinlesen. Aber die Formulierungen zu Fossilen sind (CCS hin oder her) schon sehr deutlich. (Hab das für spektrum dargestellt.)
Zweifel liegt eher bei Umsetzung der Formulierungen.