Das ist auch so eine Verwirrung, die Gegenwartslinke dauernd stiften. Keine dieser Sachen hat unmittelbar mit Kapitalismus zu tun, also einem Wirtschaftssystem, indem Arbeitskraft am Markt konkurriert und Kapital Rendite erwirtschaften soll. Es gibt viele andere Gesellschaftsformen, die sich als meritokratisch verstehen und denen Leistungsdenken zugrundeliegt, sogar der real existierenden Sozialismus war oft so. Und auch Sparta war leistungsorientiert, aber keine kapitalistische Gesellschaft
@larsweisbrod Gegenargument: Möglicherweise ist das auch ein Grund gewesen, warum der real existierende Sozialismus gescheitert ist und ich weiß nicht, ob man sich Sparta als Vorbild für irgendetwas nehmen sollte. Dass Menschen insbesondere im 19Jhdt. und heutzutage weltweit immernoch sehr, sehr viele Stunden des Jahres mit Arbeit verbringen, gab es doch zu früheren Zeiten, ob nun MIttelalter, Antike nicht in der Form. Calvinisten und Protestanten haben's den Leuten doch erst eingeprügelt.
@wackJackle ich würde sogar bestreiten dass diese Internalisierungen streng notwendige Voraussetzungen für Kapitalismus sind. Wenn wir alle nur noch Dienst nach Vorschrift schieben, aber der Mehrwert, den wir produzieren, der gehört trotzdem den Kapitalisten - ist’s ja auch weiter Kapitalismus. (Aber klar in Wirklichkeit gibt es natürlich einen engen Zusammenhang)
@larsweisbrod Finde Deine These auch nicht abwegig, sondern stimme auch zu. Der Mensch strebt wohl schon auch immer nach Größe, Erfolg, etwas für sich und andere 'schaffen'. Da schlagen sicherlich zwei Herzen in unserer Brust und bei jedem etwas anderes. Nur wird kein Tag vergehen, an dem ich nicht auch den Müßiggang gegen äußere Einflüsse wie den Kapitalismus verteidigen werde! :)