"Werden alle christlichen Konfessionen zusammengezählt ..., so macht deren Bevölkerungsanteil Ende 2022 52% aus. Er wird – bei Extrapolation der beobachteten, recht stabilen Trends – im Jahr 2024 unter 50% sinken. Die Konfessionslosen werden voraussichtlich im Jahr 2027 die 50-Prozent-Marke überschreiten und damit auch die absolute Bevölkerungsmehrheit stellen."
#Kirche #Kirchenaustritthttps://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/07490_EKD_KMU_Web_neu.pdfSpannend: Die oft gehörte Annahme, Esoterik würde zunehmen oder Konfessionslose würden sich der Esoterik als Ersatzreligion zuwenden, ist falsch. Die Gruppe der Esos ist auch überaltert und Konfessionslose sind in ihr unterrepräsentiert. Der Glaube an Wahrsager nimmt so schnell ab, dass er bei anhaltendem Trend bis 2031 aussterben könnte.
"Diejenigen Kirchenmitglieder, die 2012 die größte Austrittsneigung hatten, dürften inzwischen überwiegend längst ausgetreten sein, so dass eigentlich zu erwarten wäre, dass jetzt die weniger Austrittsgeneigten verblieben sind und dadurch der Anteil der Austrittsgefährdeten sinkt. Dass genau das Gegenteil zu beobachten ist und trotz bereits erfolgter massiver Austritte der Prozentsatz der Austrittsbereiten weiter und derart dramatisch steigt, ist ein alarmierendes Zeichen der Instabilität."
"Da die Kirche zusätzlich auch durch den demografischen Wandel bzw. bedingt durch eine sinkende Taufquote an Mitgliedern verliert, ist bei dieser Geschwindigkeit damit zu rechnen, dass die von der „Freiburger Studie“ (Peters & Gutmann 2021) vorausgesagte Halbierung der Mitgliederzahl bis zum Jahr 2060 tatsächlich bereits in den 2040er Jahren erreicht sein dürfte. Dies ist eine Dynamik, die sich bei der katholischen Kirche gegebenenfalls sogar noch schneller vollziehen könnte."