Was in meinen Augen bei der Preisdebatte ums Deutschlandticket gerne vergessen wird:
Ich fahre extrem selten ÖPNV – für 49 € kaufe ich es nur im Winter, wenn ich es brauche. Für 30 € (symbolisch 1 €/Tag), kaufe ich es einfach. Egal ob ich es brauche oder nicht; und den Familienmitgliedern gleich mit.
Für 9 € würde ich es allen (Studis, Bedürftigen, …) mitfinanzieren die ich kenne und noch keins haben.
Unterm Strich: Von mir käme mehr Geld, wenn es günstiger wäre.
@NicApicella 100% mein Standpunkt.

@NicApicella

Ich finde es vor allem als ein komplettes Unding, dass es beim Deutschlandticket keinen Sozialtarif gibt und keine Möglichkeit, es analog und ohne Konto zu kaufen.

Beides ist wohl gedacht, um soziale Randgruppen aus Bussen und Bahnen fernzuhalten. Ich finde das klassistisch und irgendwie typisch für eine Mehrheitsgesellschaft, die ihre Schattenseiten gerne ausblenden will.

@mina @NicApicella Den Grund für dieses Fehlverhalten kenne ich nicht und weiß auch nicht, wie Du Deinen unterstellten Grund belegen könntest. Aber selbst, wenn es "nur" Gedankenlosigkeit ist, reicht mir das, um die, die das entschieden haben als an dieser Stelle ethisch schlecht handelnd zu benennen.

@ralph

Sozialverbände haben auf beide Probleme hingewiesen. Niemand, der sich auf der Ebene der Entscheidungstragenden bewegt, kann sich da mit Ahnungslosigkeit herausreden.

Dass beides so gemacht wurde, war kein Versehen. Das war so gewollt.

@NicApicella

@mina @ralph @NicApicella Das ist die Rache für Sylt. Es darf nicht sein, daß die Habenichtse ernsthaft mobil werden, sonst haben die Reichen nirgends Ruhe vor denen. #EatTheRich
@mina @NicApicella
Gibt es. Nur nicht zu einem einheitlichen und meistens auch nicht zu einem wirklich günstigen Preis. Und manchmal auch erst ab 1. 12. oder wiederum noch später.
Freiheit, wie die Freien Demokraten sie verstehen: hasse keine Patte, bleibse eh besser zu Hause.
@mina Digital First, Bedenken Second 
@NicApicella geht mir ähnlich. Für 49€ ists mir zu teuer als Radfahrer, der es kaum braucht. Für 30 oder weniger hätte ich es halt, auch wenn ichs nicht wirklich oder fast nie brauch
@NicApicella problem daran ist: es interessiert niemanden, der auch nur annähernd an der Sache was ändern könnte. 🤮
@NicApicella Und was auch gerne vergessen wird: für z.B. 59 € könnten es sich viele einfach nicht mehr leisten und wären dann gar nicht mehr mobil.
Manchen mögen "10€ mehr oder weniger" lachhaft vorkommen (vor allem vielen gut bezahlten Politikern), aber für manche bedeuten 10€ den Unterschied zwischen Essen den ganzen Monat oder mehrere Tage kein Geld für Essen...

@NicApicella

Das wäre jetzt echt interessant, zu wissen, ob so viele Menschen das wirklich so machen würden, dass wirklich mehr Einnahmen entstehen?

@Life_is Ja, durchaus!
Andrerseits … _eigentlich_ bin ich der Meinung, dass ÖPNV kostenlos für alle (steuerfinanziert) sein sollte. Dann erübrigt sich die Frage auch wieder.
Interessant dann: Wie viele Deutschlandtickets werden verkauft / was sind die Einnahmen und wie steht die Zahl (inklusive Personalersparnis wegen wegfallender Kontrollen) im Verhältnis zu zB Kosten für Dienstwagenprivileg?
@Life_is (Ich kann mir selbst antworten… xD)
Monatliche Deutschlandtickets: ~11 Mio. (Stand Mitte 2023) => ~6,5 Mrd. p.a.
Gesellschaftliche Kosten Dienstwagenprivileg: 3,5 – 5,5 Mrd. (2021)
(Quelle: Internet)
Da fehlt nicht mehr gaaanz so viel?!
(Ja, ich habe die staatliche Finanzierung von angeblich ~1,5 Mrd. nicht reingerechnet. Vielleicht müsste man dann zusätzich auch einfach Kerosin besteuern, um kostenloses ÖPNV zu haben…)

@NicApicella

Du hast auch Wissing und Lindner nicht eingerechnet.