@baum @sozialwelten Ja, das meinte ich u.A. damit. Aber wichtig ist auch, dass ich mich mit dem Toot explizit mitmeine und selbst dabei scheitere 'Komplexität zu reduzieren', in dem ich Komplexität reduziere (Affengehirne). Aber wenn ich das anerkenne, reflektiere und miteinbeziehen kann, sind wir womöglich einen Schritt weiter. Also das genaue Gegenteil von 'Komplexitätsreduktion', wenn wir mal ehrlich sind. Stattdessen strebt gerade die Onlinewelt stets nach der Reduktion, bei 280 Zeichen.

@wackJackle Ich hatte gestern mit @baum ein Gespräch über diesen Aufsatz, in dem einerseits in Frage gestellt wird, ob unsere Gesellschaft zutreffend als primär funktional differenzierte Gesellschaft angesehen werden kann und in dem andererseits versucht wird, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie unter den gegebenen Bedingungen gesellschaftlicher Wandel vonstatten geht, bzw. gehen kann: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/zfsoz-2023-2024/html

@wauz

Multiple Differenzierung und Wandel. Der Beitrag der evolutionär-institutionalistischen Perspektive

Zusammenfassung Theorien multipler Differenzierung haben Konjunktur. Sie teilen die Annahme, die Gegenwartsgesellschaft sei durch mehr als eine Differenzierungsachse (z. B. funktionale Differenzierung oder vertikale Ungleichheit) charakterisiert. Solche Theorien thematisieren Anregungen sozialen Wandels höchst unterschiedlich. Der Beitrag unterscheidet drei Ausprägungen: (1) Anregungen als von eher historischem Interesse; (2) als inflationärer Dauerzustand; (3) als durch spezifische Modi (Kritik/Kooperation) ermöglicht. Die evolutionär-institutionalistische Perspektive Seth Abrutyns stellt demgegenüber ein Theorieangebot dar, das multiple Differenzierung auch als Ergebnis der Gestaltungsarbeit institutioneller Entrepreneure auffasst. Sie verzahnt multiple Differenzierung und Wandel unmittelbar. Dabei stellt sie die Überzeugungsarbeit solcher Wandelarchitekten in den Vordergrund und spielt Gestaltung und Evolution nicht gegeneinander aus. Abrutyns Rekonstruktion stoppt kurz vor der Gegenwartsgesellschaft. Hieran anschließend beleuchtet der Beitrag philanthropische Organisationen als zeitgenössische institutioneller Entrepreneure.

De Gruyter

@wackJackle Empfehlenswert finde ich auch diesen Aufsatz von @ramyologist mit dem die Idee einer rein funktional differenzierten Gesellschaft ohne Humandifferenzierung vorgeführt wird, wodurch die verengte Perspektive aufgezeigt wird, die die Überbewertung funktionaler Differenzierung zur Folge haben kann. Ab Seite 114: https://www.carl-auer.de/media/pdf/StanislawLem-Festival_2021.pdf

@baum @wauz

@sozialwelten @wackJackle @baum @wauz Das freut mich! Danke auch für den Link zum neuen Artikel von @talkinto

Ich denke, da gerät gerade einiges in Bewegung, auch was das Komplexitätsverarbeitungspotenzial der Systemtheorie betrifft…

@ramyologist @sozialwelten @wackJackle @baum @wauz

Oh ja, in Bewegung.
2024 wird es einen @ZTS_ZeitTheoSoz Sonderband zu "Differenzierung und Integration. Zur Ausdifferenzierung der Differenzierungstheorie" geben, ua mit Beiträgen von @ramyologist @DieVilla4 @boris_holzer @DWitte Thomas Kron, Stefan Hirschauer, Gesa Lindemann Joachim Renn, Jasmin Siri

@sozialwelten @baum @wauz Danke! Hab kurz reingelesen und werde das vertiefen. Der Anfang klang sehr interessant, aber jetzt muss ich leider erstmal Fussball schauen. Fussball braucht nämlich keine Komplixitätsreduktion, sofern man nicht Pep Guardiola heißt. ;)
@wackJackle @sozialwelten @baum @wauz
Ich schaue jetzt auch erstmal #fußball
Wenn’s Anmerkungen, Fragen oÄ zum Aufsatz gibt: the author is present.
@talkinto
Ich bin grad von der Katzenpatrouille heimgekommen und besorge mir erst ein paar Knauschis
@wackJackle @sozialwelten @baum