Wer tatsächlich verstehen will, was im Nahen Osten passiert und weshalb Qualitäts-Journalismus hierfür unabdingbar ist, dem empfehle ich diesen kompakten wie Augen öffnenden Kurztext der Wissenschaftlerin Prof. Carola Richter von der Freien Universität Berlin:

https://www.researchgate.net/publication/303873207_Der_Nahostkonflikt_und_die_Medien

Die zentralen Aussagen - relevant für alle journalistisch Tätigen und genau so relevant für uns als Publikum:

1/x

„Trotz einer quan‭titativ hohen Berichterstattung über die ‬Region gelingt es der deutsch‭en Berichterstattung in ihrer Gesamtheit nur bedingt, ‬
adäquates Wissen über die Menschen in Isra‭el und Palästina zu generieren und die ‬Zusammenhänge des Konflikts verstehbar zu machen.“

2/x

„Denn ungeachtet der durchaus pluralen Bewertung der
Konfliktparteien bleibt das Problem der ‭Unterkomplexität der Berichterstattung. ‬

Ein wesentlicher Punkt, der diese Unterkomplexität [der journalistischen Berich-Erstattung über den Nahen Osten] befördert, ist die immer stärker werdende De-Kontextualisi‭erung der Konfliktdarstellung.‬“

3/x

@nadia_z

👏

100% Zustimmung.

Und nicht nur bei diesem Konflikt, oder überhaupt Konfliktberichterstattung.

Nahezu /jeder/ Berichterstattung.