Immer, wenn jemand erklärt, dass etwas zukünftig nicht mehr gelernt werden würde, nur weil es aufgrund technologischer Entwicklungen nicht mehr gelernt werden müsste, beruht das auch auf einem populären Missverständnis, dass Menschen nichts lernen wollen würden, das sie nicht lernen müssten. Hier wirkt die Vorstellung (schulischen Lernens), dass Lernen viel Müssen und wenig Wollen ist, die das Bildungssystem massiv prägt.
@dejanfreiburg Naja, aber z. B. Sprachen lernen könnte ja in Zukunft wirklich ziemlich überflüssig werden, wenn man sich die KI-Übersetzungstools so anschaut. So wie man halt vieles irgendwann auch nicht mehr schriftlich gerechnet hat, sondern mit dem Taschenrechner. Und Kurzschrift lernt meines Wissens auch kaum jemand mehr, seit es billige Audio-Aufnahmemöglichkeiten gibt.
@funkvolk Es geht hier um das häufig(st)e Argument, etwas gar nicht mehr tun zu werden, weil es nicht mehr getan werden müsste. Das ist schlicht zu simpel und oft auch falsch. Natürlich wandelt sich mit technologischer Entwicklung auch die Kultur (der Digitalität). Nur lernen z.B. unsere Kinder (nicht in der Schule) Englisch (sondern durch/mit dem Netz), weil sie (es wollen und) gecheckt habe, wie viel bei Synchronisierungen verloren geht und manches nicht übersetzt werden kann.
@dejanfreiburg @funkvolk Bin ganz bei dir: Meine Kids zocken jede freie Minute Minecraft und Roblox. Und haben in der Schule *Spaß* an Gartenbau und Werken - obwohl sie diese Skills im wahren Leben wahrscheinlich niemals brauchen werden.