Lesen und Schreiben hat so seine Schattenseiten. https://zeitzeichen.net/node/10696
Mit einem Fuß im Gestern | Schrift macht Sprache zeitlos. Doch das hat nicht nur Vorteile.

Neuen Medien wird häufig mit einer gewissen Vorsicht begegnet: Buchdruck, Radio, Fernsehen, Internet – jede technologische Neuerung ist begleitet von kulturpessimistischen Warnungen. Aber nur selten wird diese Skepsis auch auf das erste Medium angewandt, das die Menschheit je erfunden hat: die Schrift.  Die Kulturtechnik des Lesens und Schreibens scheint keine Ambivalenz zu kennen, sie gilt als durch und durch gut, zivilisationsfördernd, bildend, kurz – ein Glanzstück des menschlichen Geistes!

@antjeschrupp haha, beim Beginn des letzten Absatzes „Für alle, deren Blutdruck inzwischen bei 180 ist, ...“ erwartete ich zuerst, gemeint seien die, die jetzt sofort losstürmen und allen Kanon zertrümmern wollen. (:
@antjeschrupp Ich denke, die Kanonisierung hatte auch die weitere Funktion, dass eine Gemeinschaft da ihre gemeinsamen Bilder schafft.
Ganz Analog zum Fernsehen als 'Lagerfeuer der Nation', nur eben früher nicht mit so starker Gleichzeitigkeit. Ich seh schon die notwendigkeit eines Kanons (ohne Kanon ist ein Medium ggf irrelevant), aber um so mehr die Frage, was da rein soll.
@Fischblog Ja, ich denke auch, dass es ohne Kanon nicht geht (es ist eine notwendige Begleiterscheinung der Schriftlichkeit), es ist nur ein Plädoyer dafür, dass wir uns über den Preis bewusst sind und damit auch den negativen Effekten etwas entgegenarbeiten.
@antjeschrupp
Ja wie gelangweilt ich oft war, wenn im Konzertabo immer die gleichen "Hits" gespielt wurden.
Und gleichzeitig bereitet es Freude, einem, der einen "Klassiker" noch nicht gelesen hat, Begeisterung zu vermitteln. (Weil der Klassiker gerade aus irgendeinem Grund doch aktuell ist)