Ich bin so alt, ich weiß noch, wie aus "daß" "dass" wurde und wie die FAZ trotzig ankündigte, diese Schändung der deutschen Sprache nicht mitzumachen und wie die deutsche Schriftkultur unterging und die Kinder in der Schule nichts mehr lernten und das Abendland implodierte und Goethe und Schiller rückwirkend gar nicht gelebt haben und ich weiß gar nicht, wieso ich daran denken muss, wenn ich jetzt die schnappatmigen Genderstern-Verächter*innen höre.
@sixtus Niemand vermisst Goethen.
@sixtus
Wegen dieser Verweigerung habe ich damals mein FAZ-Abo gekündigt.
@sixtus Ach, denen fehlt einfach nur der sportliche Ehrgeiz🤭 - Sprache will spielen, sonst wird sie muffelig.☝️ 😬
@sixtus Rechtschreibreform hin oder her, ich werde Delvin immer mit 'V' schreiben!!1!

@stargazer @sixtus Erinnert mich an ein T-Shirt: Dear Pluto, whatever they say: You will always be a planet to me!

More here: https://goodmenproject.com/featured-content/pluto-you-will-always-be-a-planet-to-me-ldls/

'Pluto, You Will Always be a Planet to Me.'

They can take your status, but they can’t take your dignity

The Good Men Project
@sixtus Da braucht man gar nicht schnappatmen. Man gendert einfach nicht, zumindest nicht mit Stern und Doppelpunkt. 😁
@sixtus In einer Familienbibel wird 1842 in einem 8seitigen Vorwort darauf hingewiesen, dass die deutsche Sprache lebt und dass die Orthographie der aktuellen Zeit angewendet wird. Noch Fragen?😊

@sixtus

Ja, die Zeit fliegt. Aber gut, dass es immer paar Leute gibt, die keine anderen Probleme haben als irgendwelche neuen Konventionen von Sprache. /s

@sixtus

Offensichtlich ist vielen auch schlicht unbekannt, dass Gendern in vielen (auch Business-!) Kontexten längst zum Alltag gehört.

Zum Beispiel bekam in einem großen Konzern, für den ich vergangenes Jahr Trainingsunterlagen erstellt habe, eine Praktikantin den Auftrag, die Texte noch vollständig "durchzugendern".

(Dabei gefällt mir die scheinbar salonfähige Variante "Liebe Bürger und Bürger" doch eigentlich immer noch am besten ... 😉)

https://youtu.be/FOfFXt4Jdec?feature=shared

Gender-Profi Olaf Scholz | heute-show #shorts

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@sixtus Die alte Rechtschreibung beizubehalten und das Gendersternchen anzunehmen waren optimale life choices, um alle gegen mich aufzubringen.
@sixtus Ich benutze bis heute die alte Rechtschreibung, aus ästhetischen Gründen. Aber ich habe auch keine Probleme mit Gender-Markierungen, nur bevorzuge ich - ebenso aus ästhetischen Gründen - den leider wenig verbreiteten Unterstrich.
Was mich an der neuen Rechtschreibung nervt, ist nicht nur, daß es kaum noch Wörter mit ß am Ende gibt, ich mag das ß, aber viel mehr nervt mich die ständige Getrenntschreibung von Dingen, die meinem Sprachenpfinden nach zusammengehören. Und Dreifachkonsonanten finde ich auch eine ästhetische Zumutung. Und daß fürchterlich viele Regeln vereinfacht und Unregelmäßigkeiten ausmerzt worden sind, stört mich auch - Gender-Sprachmarkierungen finde ich gut, weil sie neue Störungen in die allzu gleichförmige Ordnung bringen. Ich finde, eine Rechtschreibung sollte eher ästhetisch interessant und voll von Überraschungen sein, als allzu logisch, selbst wenn das bedeutet, daß sie schwerer zu erlernen ist.
@LordCaramac @sixtus I had a German teacher boss who would change Spiegel articles to old spelling for his students. Talk about a hill to die on…

@sixtus nach wie vor finde ich einige Formen des Genderns hakelig und schlage eine im Finnischen etablierte Form mit einfachem i im Singular vor:

Professori (Professorin - Professor)
Studenti
Bäckeri
Radfahreri

Plural wäre im Finnischen

Professorit
Studentit
Bäckerit
Radfahrerit

Aber das ist vermutlich alles ganz schlimm.

@pacs @sixtus Im deutschen auch bekannt als Entgendern nach Phettberg :) Radfahry, Studenty, Polizisty
@pacs @sixtus Gibt ja schon verbreitet die Konvention mit -y und -ys, die aber die Endung -er ersetzt, z.B. #Radfahry, #Radfahrys.
@mq86mq @sixtus
Ich finde die Form mit i interessant, weil sie genau zwischen Fahrer und Fahrerin ist.
@pacs Aber im Fall von -er halt letztlich auch bloß eine Ableitung von der als männlich betrachteten Form, wo ich ohnehin nicht versteh, warum solche Konstrukte als attraktiv empfunden werden.
@sixtus Auf Kurznachrichtendiensten bietet sich "ß" halt manchmal an, weil's jeweils ein Zeichen spart. Hat mir bei diesem ehemaligen Vogeldingsi, dessen Name nicht mehr erwähnt wird, schon einige Male geholfen und ist auch auf einer 512char-Instanz manchmal noch hilfreich. ;)