Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber ich hatte ursprünglich mal gelernt, dass die Idee wäre dass die Banken die Geldreserven über die sie durch Konten verfügen nutzen können um Kredite zu vergeben. Von daher waren Banken darauf angewiesen, dass Kunden bei ihnen ihr Geld “parken” und haben daher Anreize geschaffen, z.B. in Form von Zinsen. Im Verlauf der Zeit wurde das dann immer mehr ad absurdum geführt, indem die Geldpolitik dahin gehend geändert wurde, dass die Banken mehr Geld verleihen dürfen als sie an Rücklagen haben. Dazu kam dann, dass durch Niedrigzinspolitik die Banken Geld “umsonst” bekommen konnten. Auf der anderen Seite ist der Stellwert von Bargeld immer geringer geworden, einerseits durch “natürliche” Effekte wie vermehrten Online-Handel, andererseits durch Gesetzgebungen die in gewissen Szenarien die Barzahlungen unterbinden.
Das Resultat ist, dass man heutzutage quasi gezwungen ist ein Konto zu haben, während Banken es eigentlich in Zeiten moderner EDV einfacher den je haben die Konten zu verwalten. Trotzdem wird jetzt angefangen mehr und mehr Geld für die Konten zu nehmen, nicht weil sie es brauchen, sondern weil sie es können. Wenn letztendlich jeder ein Konto braucht und alle Konten Geld kosten ist das im Grunde eine weitere Steuer bzw. Abgabe.
Ich stimme dir ja zu, dass Banken und Funktionen unersetzlich sind, aber oft verschwimmt bei Banken leider die Linie zwischen symbiotisch und parasitärem Verhältnis zum restlichen Wirtschaftssystem. Letztendlich haben alle Banken eine Gewinnerzielungsabsicht, wodurch sie an vielen Stellen extra Kosten verursachen müssen. Das wäre wahrscheinlich einer der Angriffspunkte um zu einem hypothetischen Dreamland zu kommen.