Es ist ja nicht so, dass es kompliziert wäre, dieses Problem zu sehen und zu benennen; beeindruckend ist eher, wie Politik und ein großer Teil der Bürger*innen es schaffen, trotz dieser Offensichtlichkeit konsequent daran vorbei zu sehen und alle als Radikale*n zu beschimpfen, die mit den Fingern darauf zeigen.
@sixtus Das Interessante daran ist, dass man sich inzwischen als Autofahrer genauso beschimpft und verunglimpft fühlt. Der ÖPNV ist im Vergleich zum eigenen Auto sehr oft total unbequem, langsamer und lästiger, zumindest wenn man es aus individueller Sicht betrachtet. Natürlich wäre es besser, wenn viel mehr Leute den ÖPNV benutzen würden, aber es wäre irgendwie ganz schön, wenn man versuchen würde, ihm besser zu machen anstatt einfach nur die Autofahrt pauschal als Idioten zu brandmarken.

@somechris @sixtus wäre es nicht auch bequemer, alle Fußwege in einer Sänfte getragen zu werden, oder per stets bereitstehendem Hubschrauber? Könnte man sich auch daran gewöhnen und die Unbequemlichkeit der Alternative beklagen. Der status quo hat per se keine höhere Daseinsberechtigung.

Aber ja, ÖPNV sollte attraktiver werden, etwa durch viel höhere Taktung. In meiner Stadt bin ich eigentlich immer schneller, bis zu 30 min. zu Fuß zu laufen, als auf Busverbindungen zu warten.