Es ist ja nicht so, dass es kompliziert wäre, dieses Problem zu sehen und zu benennen; beeindruckend ist eher, wie Politik und ein großer Teil der Bürger*innen es schaffen, trotz dieser Offensichtlichkeit konsequent daran vorbei zu sehen und alle als Radikale*n zu beschimpfen, die mit den Fingern darauf zeigen.
@sixtus
Das Problem ist nur, dass es unterschiedlich viele Menschen braucht, die alle in die selbe Richtung wollen, um einen Bus zu füllen. In der Stadt mag das alles wunderbar funktionieren und mit 15min Taktung ist das alles wunderbar und funktional. Aber auf dem Land ist es mit unter sehr schwierig mit dem Bus von A nach B zu kommen. Man bekommt den Bus eben nicht voll...
Ich nehme das Rad, aber ab und an ist das Auto einfach unentbehrlich.
@CabThanks Wir brauchen ein Pro-Kopf-CO2-Budget, dann muss gar nicht mehr so kompliziert verhandelt werden, dann priorisiert jede*r für sich.

@sixtus

Das würde aber nur die Stadtbewohner priviligieren, da nur hier die Massentransportmöglichkeiten nutzbar sind.
Dagegen kann man als Ländler auch sagen, man würde eher einen CO2 Preis pro Dichte verlangen. Hohe Bevölkerungsdichte = Hoher CO2 Ausstoß = Hoher CO2 Preis.

Auf dem Land wird ein Großteil des CO2 direkt gebunden. In der Stadt entsteht bei der katastrophalen Flächenversiegelung und fehlenden Begrünung ein Hotspot.

@sixtus @CabThanks 70% der Deutschen wohnen halt in der Stadt. Wegen der 30 Prozent Landbewohner muss man halt nicht immer Politik machen, die nur für die passt.

@pankraz @sixtus

Ähm... doch... genau für die muss man auch Politik machen. Wir sind keine Zweite-Klasse Menschen.
Natürlich würde man auch auf dem Land gerne mit dem Nahverkehr zur Arbeit fahren. Aber bei derart dezentralen Strukturen ist das nunmal nicht für jeden Ort möglich, jede Stunde in jede Himmelsrichtung 10 Busse zu schicken. Hier ist Individualverkehr nunmal zwingend Notwendig.