Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr den Klimawandel leugnet. Es ist wissenschaftsfeindlich.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr Misstände instrumentalisiert, um Ausländer zu diffamieren. Es ist Rassismus.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr erzählt, die Impfung gegen eine weltweite Viruspandemie sei eine getarnte Kampagne von Eliten. Es ist Desinformation.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr Menschen das Recht absprecht, sich in der Identität frei zu entfalten und rechtlich gleichstellt zu sein. Es ist diskriminierend.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr jemanden bedroht, weil er eure menschenverachtende Weltsicht nicht teilt. Es ist demokratiefeindlich.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr Arme gesellschaftlich isolieren lassen wollt. Es ist menschenverachtend.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr der Kleidung einer Frau eine Bedeutung zurechnet, wenn sie sexuelle Übergriffe erfährt. Es ist Misogyn.

Es ist nicht “andersdenkend”, wenn ihr die Bedürfnisse einer zerstörerischen Wirtschaft über die des Lebens stellt. Es ist faktenfremd.

Es ist nicht "andersdenkend", wenn ihr Dekontextualisierung nutzt, um Nazithesen von täglichen Messerstechereien und Gruppenvergewaltigungen zu verbreiten. Es ist Rassismus, Faschismus, Desinformation und widerwärtig.

Ihr seid nicht "andersdenkend", wenn ihr "Behindert" als Herabwürdigung benutzt. Ihr seid ableistisch.

Ihr seid nicht "andersdenkend", wenn man bei euch noch Zigeunersauce sagt. Ihr seid ewiggestrige, rücksichtslose und unbelehrbare Rassisten.

Wirklich witzig ist ja eigentlich auch, dass es kaum Leute gibt, die nur einen einzigen der angesprochenen Punkte im Meinungsspektrum bedienen, sondern meistens alle beieinander.

@Budsen Und das schönste ist: Ich wurde erst gestern von einer Person, die alle Punkte in sich vereint, als Nazi betitelt, weil ich ihn und seine verachtende Worte ignorierte 😂 Nur weil er mal aus dem Ausland kam und ich ein geborener Deutscher bin, bin ich direkt ein Nazi, wenn ich ihn und seine Werte verachte, die btw. fast alle anderen ausländischen Kollegen beleidigt haben.

@laurentsonny Dekontextualisierung und Umdeutung, Realitätsverdrehung und Opferrolle.

4/4 Faschopoints. Immer das selbe.

@Budsen
Apropos Kleidung: Es ist als Frau zum Teil gar nicht so leicht, etwas zu finden, dass (a) nicht zu freizügig ist, (b) gut passt und (c) zufälligerweise dem eigenen Geschmack nicht komplett entgegen steht.

Ja, Manche haben Spaß am Shoppen. Für wieder Andere ist es eine Last und stressig, wenn man stundenlang nach einem einzigen Oberteil sucht.
Auch die Mode ist nicht barrierefrei.

@Budsen
Tja.
So schnell fliegt man aus der Kurve.
Für die Corona-Impfkampagnen gibt es nicht sonderlich viel wissenschaftliche Evidenz. Zum Zeitpunkt, als politisch darüber entschieden wurde, schon gar nicht.
Auch bei der Einschätzung der "Pandemie" gibt es noch einiges zu tun.
Es ist nicht überall Wissenschaft drin, wo die Politik "Wissenschaft" drauf schreibt.
@dr_fotograf
@Stricki
Memes anstelle auch nur der Andeutung eines Argumentes führen zur Disqualifikation.
@wauz @Budsen @dr_fotograf Survivorship Bias.
@mattias
Schwurbel ist, wenn man von Sachen redet/schreibt, von denen man keine Ahnung hat.
Dabei ist völlig wurscht, ob die Inhalte, die man da verbreitet, vom Telegram-Kanal oder von tagesschau.de sind. Oder ob man einem alternativen Koch oder einem "Wissenschaftler" glaubt, der für den Themenbereich nicht qualifiziert ist und sich auf "Daten" beruft, die nicht valide erhoben wurden.
Manchmal reicht ein Blick in die wikipedia, um ein paar Fragen zu erzeugen, die bei Recherche teilweise richtig knallige Erkenntnisse zu Tage fördern.
...
@dr_fotograf
@wauz @dr_fotograf Ja klar. Die Studien zum Schutz vor schweren Verläufen durch die Impfung auf der einen Seite und die Wellen mit massiver Übersterblichkeit zum anderen, zeigen, dass die Impfkampagnen richtig waren.
@mattias
Ähm. Nein.
Allerdings wird es jetzt komplizierter, und ist nicht per Schnellrecherche zu erfahren.
Generell muss man erst mal zwei Dinge unterscheiden: Statistik und Empirie. Die hängen eng zusammen, aber Statistik ohne Verständnis der Empirie dazu führt zu Rechenspielen ohne Aussagekraft.
Ein Empiriker hat festzustellen, was man wissen will, was etwas darüber aussagt, was man wissen will und wie man sinnvoll feststellt/misst, was Aussagekraft hat. Dann darf der Statistiker ran.
Als Beispiel nehme ich gerade mal die Übersterblichkeit.
In Deutschland fällt es auf, wenn Leute sterben, und die Gegebenheit, dass ein Mensch tot ist, wird sehr zuverlässig erfasst und in die Statistik überführt. Anders sieht es bei der Todesursache aus. Da kommt ein Arzt, stellt den Tod fest und - das war es dann. Der Arzt muss nur meinen, dass es ein natürlicher Tod war. So mancher Nagel im Hinterkopf wurde erst vom Bestatter entdeckt. Forensiker aus aller Welt kritisieren die deutsche Praxis.
Weil daher auf gemeldete Todesursachen gar kein Verlass ist, und auch bei "mit Corona" nicht weiter geprüft wird (ist quasi verboten), kommt es erst zu einer Hilfsauswertung der Sterbezahlen, die aber die fehlenden Daten nicht ersetzen kann.
Damit ist "Übersterblichkeit" lediglich ein Vergleich von Zeiträumen. Ob das überhaupt aussagekräftig ist, hängt stark von den Vergleichszeiträumen ab, die aber willkürlich gewählt sein können. (Cave!)
Mithin reicht es nicht aus, einen journalistischen Bericht über irgendeine Übersterblichkeitsberechnung zu lesen.
Es muss geprüft werden, was mit was verglichen wird, und wie andere Einflussfaktoren sind.
(tbc)
@dr_fotograf

@mattias
An der Stelle mache ich für heute Pause, weil ich a) müde bin und b) noch eine Idee habe, wie ich das einfach darstellen kann, ohne Genauigkeit zu opfern und dazu noch etwas recherchieren muss

@dr_fotograf

@Budsen Hehe, und krude Verschwörungsgebilde zu fantasieren ist "selbstdenkend"...