Wer seinen #Urlaub gern im nordischen Ausland verbringen möchte, aber die Idee hat, nicht fliegen zu wollen, sollte eine hohe Frustrationstoleranz und genug Geldmittel mitbringen.

Auf dem Hinweg alternativlose Streichung der bereits gebuchten Bahnreise mit ICE weil Pech gehabt - Strecke MS-OS für 1W gesperrt. SEV > 2,5h
Auf dem Rückweg kriegt die dänische Bimmelbahn die Tür nicht mehr Zug. Alle in Bimmelbahnhof raus, nächste und letzte Verbindung nach MS in 2h 👏 ETA 23:01

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Als wir die Reise geplant haben, hab ich schon zittrig an die Bahnreise gedacht und prognostiziert: Wenn was schief geht, dann da.

In den letzten Jahren viermal mit Flixbus die Strecke zurückgelegt. Erst beim vierten Mal gab es Probleme - weil nun zwischen HH und MS ein Flixtrain fährt. Also mit 1,5h Verspätung zuhause.
Dieses Jahr also eigentlich über Göteborg mit zusätzlicher Übernachtung und Bahnfahrt geplant. Haben wir wegen der Streckensperrung dann verworfen und sind

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hin doch geflogen. Wir hätten den zusätzlichen Reisetag und die Übernachtungskosten hingenommen. Aber die Unsicherheit, irgendwo auch noch hängen zu bleiben, war dann doch zu stressig für etwas, das eigentlich der Erholung dient.

Aber zurück von Bergen sollte es dann eben doch mit Fähre und Bahn von Hirtshals aus klimaverträglicher weitergehen.
Kilometerweit vom Anleger zum nächsten Bhf mit vollem Gepäck müsst ihr dafür leisten können. Später haben wir noch raus gefunden,
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dass #Fjordline einen kostenpflichtigen Shuttlebus anbietet. Die Info kriegst du aber nirgends, wenn Du z.B. über DirectFerries buchst. Und wurde auch sonst nirgends kommuniziert.

Aber auch das haben wir bewältigt nach der (durchaus angenehmen) 18h Überfahrt. 14h später sollten wir eigentlich zuhause sein. Jetzt werdens 16 oder eine zusätzliche Übernachtung in vielleicht HH. Plus die formale Freude, die Erstattung bei der Bahn zu beantragen.

Und der Unsicherheit, ob die

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Reservierungspflicht bei Grenzübertritten auch noch gilt, wenn die Reservierungen dann Zugausfall ja hinfällig sind.

Kurz gesagt: Wer beim Urlaub in Europa auf fliegen verzichtet, kauft sich die Strafe mit ein.
Der Markt wird wie immer nichts regeln, denn ohne attraktives Angebot entsteht keine relevante Nachfrage. Es bleibt wirkungslose Selbstkasteiung, weil der politische Wille - offensichtlich nicht nur in D - fehlt, was zu verändern. Fliegen teuerer machen, löst auch nix.
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