Sums it up.
@rahmstorf Es liegt wohl in der Psychologie der Menschen, Negativbotschaften nicht zuhören zu wollen, weil sie Unwohlsein erzeugen. Immer mehr Menschen verzichten daher leider komplett auf den Konsum von Nachrichten. Deshalb müssen wir umso mehr an einem konstruktiven Narrativ für die Zukunft arbeiten - ohne die wissenschaftlichen Grundlagen über die #Klimakrise zu beschönigen. #Herausforderung

@huntebrinker @rahmstorf

Ich glaube ja, wenn Medien und Politik die Ernsthaftigkeit der Situation und deren konkrete Auswirkungen auf die nahe Zukunft klar kommunizieren würden, hätten wir eine andere Reaktion der Menschen. Churchill z.B. hat die Briten auch nicht freundlich ermuntert, sondern eine klare Sprache gesprochen.
Das konstruktive Narrativ lautet vielleicht: Ihr habt die Chance zu überleben, nutzt sie, 'however long and hard the road may be'.

@ThankYouForTheFish @huntebrinker @rahmstorf da wäre ich mir nicht so sicher. Ein großes Hindernis sind Lobbyismus. Die Sabotage der Wind und PV Industrie kommt ja von Lobbyisten und durch die Politik. Was dagegen hilft sind Lösungen umzusetzen. Und zwar egal was man lokal an Veränderungen anschiebt. Es ist immer erstaunlich wie wenig die Menschen von Lösungen gehört haben und wie man sie umsetzt.

@prefec2 @huntebrinker @rahmstorf

Angesichts der globalen Lage, die Auswirkungen der Klimakatastrophe kommen schneller und radikaler als erwartet, reicht der Weg der lokalen Veränderungen nicht mehr. Da haben wir schlichtweg nicht mehr die Zeit für. Unsere Ressourcen werden in den nächsten Jahren durch die diversen Katastrophen immer knapper werden. Wir brauchen einen kompletten, globalen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Das erreichen wir bestenfalls durch massiven politischen Druck.

@ThankYouForTheFish @huntebrinker @rahmstorf den bekommen wir aber nicht von den Mächtigen, weil das nicht in deren Kurzfristinteresse liegt. Revolution ist auch unwahrscheinlich und kann dank Nazis auch leicht in die Fächer Richtung laufen.

Dagegen ist Transformation schon ein guter Ansatz um schnell Veränderungen herbeizuführen. Dabei muss bedacht werden, dass Transformationen meist zu Beginn langsam anlaufen und sich später exponentiell ausbreiten (wenn sie klappen).

@ThankYouForTheFish @prefec2 @huntebrinker @rahmstorf Bitte behaltet die Priorität im Blick. Erst die Energiewende und die dadurch nötigen wirtschaftlichen Änderungen, die Gesellschaft als solche ändert sich viel langsamer. Alles auf einmal zu wollen, ist der Traum von der glorreichen Revolution, der noch nie Wirklichkeit wurde.

@schreibmax @prefec2 @huntebrinker @rahmstorf

Wer hat hier Revolution gesagt?
Diese Diskussion zeigt, in der Breite ist bei weitem nicht klar, welche fundamentalen Änderungen auf uns zukommen. Entweder freiwillig oder erzwungen durch die #Klimakatastrophe.
Wir sollten zu einer realistischen und ehrlichen Bestandsaufnahme kommen: Lebensmittel und Wasserknappheit, unbewohnbare Regionen, massive Flüchtlingswellen, auch in und aus Europa.

1/3

@schreibmax @prefec2 @huntebrinker @rahmstorf

Hamburg, NL werden ab den 50ern Stück für Stück nicht mehr bewohnbar sein.
Amazonaskollaps, Verlust der borealen Wälder, Überdüngung und Erhitzung der Meere, Artensterben, AMOC, wir sind bereits mittendrin. Sukzessive und seit Jahren, nicht erst in Jahrzehnten. Und zum Teil nicht mehr verhinderbar.
Irgendwann innerhalb der nächsten 1-2 Jahrzehnte droht das globale Wirtschaftssystem zusammenzubrechen.

2/3

@schreibmax @prefec2 @huntebrinker @rahmstorf

Nur eine Energiewende reicht da bei weitem nicht als Antwort.

Wir müssen ein neues Wirtschaftssystem erfinden, resilient, suffizient. Nachfrage und Konsum werden so oder so massiv einbrechen. Es stellt sich automatisch die Frage der Verteilung der Ressourcen die noch bleiben, und die müssen wir *jetzt* beantworten. Ansonsten spielen wir nur Rattenfängern und Kriegstreibern in die Hände.
Wenn das dann schon eine Revolution ist, ja, bitte.

3/3

@schreibmax @ThankYouForTheFish @prefec2 @huntebrinker @rahmstorf Eins nach dem anderen geht nicht mehr. Die Welt wird ein so gewaltiges Chaos erleben, wie es sich noch kaum jemand vorstellen kann, Ordnungen aller Art werden sich einfach auflösen, Dinge werden aufhören zu funktionieren.

Wir haben eine multidimensionale globale #Polykrisis , welche in all ihren Dimensionen gleichzeitig bekämpft werden müßte, und dazu gehört auch ein radikaler Umbau der gesamten Art, wie wir leben und wirtschaften, eine radikale Umwälzung der Kultur, ein Umsturz der Eigentums- und Machtverhältnisse - aber da die Revolution wahrscheinlich nicht rechtzeitig kommen wird, wird es stattdessen einfach einen großen Kollaps geben. Irgendwann in den nächsten Jahrzehnten, möglicherweise noch in diesem, wird die Industriezivilisation voll gegen die Wand brettern und danach einfach kaputt sein, und der Niedergang ist danach dann nicht mehr umzukehren. Das Maschinenzeitalter wird enden, auch wenn sein Niedergang wahrscheinlich noch bis weit ins 22. oder sogar 23. Jahrhundert reichen wird. Um den Niedergang abzubremsen, muß der Kapitalismus schnellstmöglich komplett beendet werden, und zwar global, und freier Handel auf dem Markt muß ersetzt werden durch Rationierung und Verteilung nach Bedarf statt Kaufkraft. Zentralisierte Infrastruktur muß weitestgehend ersetzt werden durch dezentralisierte, um die Auswirkungen kommender Ausfälle und Störungen zu begrenzen.