@benny @enno Die meisten sind - wenn ich es noch richtig präsent habe - Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst. Das sind Verwaltungs-, Steuer- und diverse andere Diplom-Fachwirte/Juristen. Dann freie Berufe, also wieder (Voll-)Juristen/Anwälte, aber auch Ärzte, Journalisten. Dann Mitarbeiter in politischen/gesellschaftlichen Organisationen (vulgo Parteien und Gewerkschaften). Das können BWLer, Politologen, aber natürlich auch - wieder - Juristen sein.
@benny @enno Insgesamt ist die juristische Fachkenntnis in verschiedenen Ausprägungen im Bundestag sicher am besten vertreten - Vertreter handwerklicher Berufe dagegen wahrscheinlich quer durch die Fraktionen am geringsten. Das muß die Qualität von Gesetzen deshalb nicht verschlechtern.
@benny @enno Entscheidend ist, wie gut sich Ministerien im Vorfeld mit Verbänden und Vertretungen der Wirtschaft, Betroffenen und den eigenen nachgeordneten Behörden kurzschließen. Wenn schon der Referentenentwurf Probleme aufgreift, im Idealfall auch schon löst, kann auch ein Gesetz, das mehrheitlich von Leuten geschrieben und beschlossen wird, die mit der Materie wenig zu tun haben, solides gesetzgeberisches Handwerk sein.
@benny @enno Es kommt nicht darauf an, was ICH weiß; es kommt darauf an, dass ich darauf höre, was ANDERE wissen.
@georgeslascar @benny @enno hier geht es weniger um die Kompetenz von Politikern bei der Erstellung von Gesetz(-Entwürfen), das sollte genau so ablaufen wie du beschreibst. Es geht um die öffentliche Wahrnehmung und wie sich die Politik nach außen gibt. Wünschte mir persönlich hier auch eine bessere Repräsentation aus verschiedenen Bereichen und nicht nur Akademiker.

@mutchkins @benny @enno Parteien stellen natürlich auf, wen sie für geeignet halten, gewählt zu werden. Da sind Akademiker - idealerweise mit Doktortitel - offenbar im Vorteil. Kleine Anekdote: In den 90ern gabs mal eine Kommunalwahl in Bayern, bei der die Yogischen Flieger einen Kandidaten mit ‘Dr’ aufgestellt haben. Der wurde gewählt (im Allgäu if memory serves).

Letztlich sind wir es, die für die ordentliche Repräsentation der Gesellschaft sorgen müssen.

@georgeslascar @benny @enno ja, kann ich mir gut vorstellen. Geht am Ende vom einzelnen aus. Hatte auch mal in einer Landtagswahl(? oder so) einen KFZ Mechaniker gesehen, Gegenkandidat war Rechtsanwalt. Anwalt hatte gewonnen.
Ist aber immer die Krux, dass auf der einen Seite die Leute eben nicht "ihre eigenen" wählen, dann aber die Politik zu Abgehoben/Inkompetent/... dargestellt wird. Glaube den Ruf hatten schon die Politiker in Athen und Rom 😆