Das Dokumentationszentrum für Nationalsozialismus #nsdoku in #München zeigt bis Anfang Januar eine Ausstellung über das Untergrund-Archiv des Warschauer Ghettos, auch bekannt als #RingelblumArchives nach dem Begründer der Gruppe, einem Historiker, der es nötig fand, das Leben im Ghetto und die grausame Unterdrückung zu dokumentieren.

Die Sammlungen wurden vor dem Aufstand versteckt (z.B in Milchkannen) und einige der Verstecke konnten später wiedergefunden werden. 🧵

https://www.nsdoku.de/ringelblum-archiv

nsdoku münchen - Ringelblum-Archiv

Das NS-Dokumentationszentrum München setzt sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander und blickt auf Gegenwart und Zukunft.

Die Ausstellung besteht ausschließlich aus den Dokumenten, teils in Hörform, mit einigen erklärenden Tafeln. Sehr dominant ist die grauenhafte Versorgungslage, mit den an Hunger Sterbenden, die auf der Straße zu sehen sind, den Karten für die Essensrationen, den Schilderungen der mangelnden Hygiene. Es ist sehr erschütternd.

Dem gegenüber steht dieser tapfere Behauptungswille der Archivare, die all das dokumentieren wollten, aber auch Kontakte zum polnischen Untergrund hatten…

… und so die ersten Nachrichten über die Deportationen in die Vernichtungslager nach England übermitteln konnten.

Das #nsdoku hat zu der Ausstellung ein hervorragendes digitales Storytelling entworfen (siehe Link), an das mein kleiner Thread nicht herankommt. Ich empfehle dennoch, hinzugehen, so man kann. Das Dokumentationszentrum hat freien Eintritt. Ich war froh, es so gut besucht zu sehen, gerade aktuell.

https://www.stories.nsdoku.de/ringelblum-archiv

Ringelblum-Archiv - nsdoku.de

Die Ausstellung „Wichtiger als unser Leben. Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos“ (29.06.2023 bis 07.01.2024 im Dokumentationszentrum München) stellt die Zeugnisse aus dem so genannten Ringelblum-Archiv ins Zentrum und bietet eine radikale Innensicht des Warschauer Ghettos aus jüdischer Perspektive.

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