Die Umfragewerte für den parlamentarischen Arm des deutschen Rechtsextremismus liegen bei >20%.

Der Bundeszentrale für politische Bildung @bpb soll ein relevanter Anteil des Budgets gekürzt werden.

Wie können politisch Verantwortliche das erklären?

https://www.deutschlandfunk.de/bericht-bundeszentrale-fuer-politische-bildung-droht-sparprogramm-100.html

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Haushalt - Bericht: Bundeszentrale für politische Bildung droht Sparprogramm

Die Bundesregierung will einem "Spiegel"-Bericht zufolge die Mittel für die Bundeszentrale für politische Bildung deutlich kürzen. Im Haushaltsentwurf von Innenministerin Faeser seien im kommenden Jahr nur noch 76 Millionen Euro vorgesehen, nach 96 Millionen in diesem Jahr.

Die Nachrichten

Ob eingestampfte Förderungen für Projekte gegen Hass, ob eine zerbröselnde Bildungs-Infrastruktur in Kitas & Schulen oder die Mittelreduktion der @bpb:

Der Kahlschlag an den Grundfesten Demokratie-sichernder Strukturen geht in atemberaubenden Tempo vor sich, vor aller Augen.

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Wer wird diese Einschnitte in der politischen Bildung jetzt feiern?

Die Menschen & die Partei, die von fehlender politischer Bildung, von Aufwiegelung & Extremismus profitieren. Zufällig die, die den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung aktuell hiermit attackieren:

https://www.rnd.de/politik/interview-zu-sonneberg-mache-afd-veraechtlich-dienstaufsichtsbeschwerde-NPLQVGKKH5D7VPTDHRVIPJCUUI.html

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AfD stellt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Chef der Bundeszentrale

Thomas Krüger hatte nach Sonneberg-Wahl gewarnt: Die AfD werde nicht aus Protest gewählt, sondern wegen demokratiefeindlicher Tendenzen. Die AfD nutzt nun ihre Position im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung für einen Konter.

RedaktionsNetzwerk Deutschland

Wir wussten bei der Aufnahme der neuen quoted-Folge noch nichts über diese Budgetkürzungen.

Aber wir haben Thomas Krüger, den Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, explizit mit seiner jüngsten Kritik am AfD-„Protestwahl“-Narrativ genannt.

Und:

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Wir haben explizit auf die journalistische Verantwortung verwiesen, gerade in diesen Zeiten rechtsextremistischer Agitation konkret die Demokratiebildung unter die Lupe zu nehmen und medial zu beleuchten.

Ab Minute 31:24, im quoted medienpodcast:

https://open.spotify.com/episode/1Kwb5G1th6fmOIXmg6AC7G

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Medien und die AfD: Wie berichten über rechts?

Listen to this episode from quoted. der medienpodcast on Spotify. Die AfD ist dauerpräsent in den deutschen Medien: Umfragen sehen sie mittlerweile bundesweit bei rund 20 Prozent und die Abgrenzungsdebatten der anderen Parteien sorgen für zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Eine Erklärung für den aktuellen Erfolg der Partei taucht in Medien und Politik auch zehn Jahre nach der Gründung der AfD immer wieder auf: Die hohe Zustimmung gehe auf Protestwählerinnen und -wähler zurück, die vor allem unzufrieden seien mit der Arbeit der Bundesregierung. Menschen also, die nicht unbedingt rechtsextrem eingestellt seien, sondern der Politik nur einen „Denkzettel“ verpassen wollten. In der Wissenschaft ist diese Deutung seit längerem umstritten. Gerade erst hat eine neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung gezeigt, dass die AfD sich bei ihrer Wählerschaft mittlerweile etabliert hat. Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer warnt gar vor einer Verharmlosung der Partei durch den Versuch, ihren Erfolg mit Protestwählern zu erklären. Warum ist die Protestwahl-These trotzdem weiter öffentlich so präsent? Berichten manche Medien zu viel über die AfD? Und welche Art der Berichterstattung sollte man ausbauen? Darüber diskutieren die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und SZ-Journalist Nils Minkmar in dieser neuen Podcastfolge. Zu Gast ist die Rechtsextremismus-Expertin Pia Lamberty, Sozialpsychologin und Geschäftsführerin des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS). „quoted. der medienpodcast“ ist eine Kooperation der CIVIS Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und Süddeutscher Zeitung, gefördert von der Stiftung Mercator. Die nächste Ausgabe erscheint in 14 Tagen, am Donnerstag, dem 17. August 2023. Auch im nächsten „medientalk live“ der CIVIS Medienstiftung geht es um die Berichterstattung über die AfD: Live am Donnerstag, 10.8. um 18 Uhr im Instagram Kanal von COSMO: https://www.instagram.com/cosmo/?hl=de Weiterführende Links: https://www.otto-brenner-stiftung.de/afd-radikalisiert-und-etabliert/ https://www.deutschlandfunk.de/afd-medien-berichterstattung-alice-weidel-stern-kritik-100.html https://uebermedien.de/85805/haben-medien-die-afd-gross-gemacht/ https://www.sueddeutsche.de/kultur/wilhelm-heitmeyer-afd-analyse-1.6012038?reduced=true (Paywall) https://cemas.io/ https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Gefaehrliche-Uebernahme-Rechte-Sprache-in-den-Medien,sprache164.html https://www.boell.de/de/leipziger-autoritarismus-studie

Spotify

Konkret ab Minute 32:04, ich frage dazu:

„Werden [Forschungsergebnisse über rechtsextremistische Einstellungen in der Bevölkerung] letzten Endes übergeleitet in politisches Programm?

Da müsste man medial eigentlich ganz genau hinschauen, dass gerade bei der Demokratieförderung, bei der Bildung von Menschen viel stärker nochmals medial untersucht werden müsste:

Reicht das aus? Sind wir da auf einem guten Weg? Muss aktualisiert werden? Sind wir überhaupt noch gut aufgestellt?“

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Welche Medien sehen hin, fragen politisch Verantwortliche, analysieren, schaffen Klarheit?

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@nadia_z und: wie lange dürfen sie noch fragen?