Logisches Denken
@islieb Da wird immer die Frage vergessen, welches Logiksystem genutzt werden soll. Das des Aristoteles? Oder lieber das des Stoizismus? Vielleicht eins der antiken chinesischen Systeme? Oder lieber ein modernes System? Wenn ja, welches? Und welche epistomologische Basis nutzen wir, um für Argumente grundlegende Annahmen aus der Welt zu entnehmen? Epikur? Platon? Daoismus? Oder was anderes?
@thepaedcast @islieb
Man kann sich schon auf Logik einigen, diese Frage ist ja eine skeptizistische, die davon ausgeht, dass es keine Möglichkeit einer Metalogik gibt, die auf einer gemeinsamen (Verhandlungs-)Basis beruht. ;-)
@kallioke @islieb Stoße ich da nicht auf bekannte Probleme der subjektiven Innenwelt und der objektiven Außenwelt, die sich nie gegenseitig repräsentieren und Aspekte der individuellen Realitätswahrnehmung zugunsten der "gemeinsam" erlebten Realität außer acht lassen? Letztere grenzt ja auch bewusst Menschen aus dem neurodiversen Spektrum aus, da ihre subjektiv erlebte Welt eine zu geringe Schnittmenge mit der vereinbarten objektiven Realität hat. Philosophie mitten in dee Nacht. 🥰
@thepaedcast @islieb
Diese Art von Trennung zwischen Subjekt und Objekt ist ja eines der großen Probleme seit spätestens der Neuzeit, das ganz konkrete Auswirkungen auf die Wirklichkeitswahrnehmung hat. Mir fallen spontan drei jüngere Ansätze ein, die in meinen Augen dazu beitragen, besser zu verstehen, dass es eine Rückzusammenführung geben müsste, die der Logik mitnichten im Weg steht:
- Quantenphysik
- Bewusstseinskulturen (Metzinger)
- Resonanztheorie
@kallioke @islieb Aber eine Nette kurze Diskussion, die mich ins Grübeln gebracht hat. ;)