Städte nennen es "Parkdruck", wenn Leute mehr Autos kaufen, als es Platz dafür zum Abstellen auf öffentlicher Straße gibt, und sind stets bereit, weitere öffentliche Flächen für Autos herzugeben.

Städte nennen es "angespannter Wohnungsmarkt", wenn mehr Menschen in einer Stadt leben, als es bezahlbare Wohnungen für sie gibt, und rühren keinen Finger, deren Situation zu verbessern, sondern vertreiben sie auch noch aktiv.

@slowtiger

Es ist komplex:

Autos die auf der Suche nach einem Parkplatz 5 mal um den Block kreisen verursachen unmittelbar negative Auswirkungen. 500 Leute die verzweifelt eine bezahlbare Bleibe suchen dagegen sind relativ unsichtbar.

Auch sollte man fairerweise erwähnen, dass der Bau von Wohnungen deutlich aufwendiger ist, als ein paar Parkplätze auszuweisen.

Hinzu gibt es ein kleines hässliches Geheimnis über das niemand offiziell spricht das aber sehr wohl real ist:

Gemeinden bevorzugen wohlhabende Neubürger gegenüber ärmeren Neubürgern. Und neigen daher dazu, sich bei Anreizen für weniger wohlhabende Bevölkerungsschichten zurückzuhalten.

Z. B. mit der Verkehrspolitik🙃: Lausiger ÖPNV sorgt für einen gewissen Zwang zum Auto und preist damit effektiv ärmere Bevölkerungsschichten aus.

PS: Aus dem selben Grund ist die "angemessene" vom Jobcenter bezahlte Miethöhe oft sehr niedrig angesetzt. Das Ziel auch hier klar, der Sozialfall soll doch bitte wegziehen und jemand anderem zur Last fallen. 😡