Ich finde es ein Unding, Verdienste und Rolle der @subugoe überhaupt in Erinnerung rufen zu müssen. Allen, die auch nur irgendwas mitbekommen haben von Digital Humanities, Open Access, Open Science oder modernen wissenschaftlichen Bibliotheken in Europa, ist klar, dass die SUB in diesen Feldern eine herausragende Rolle einnimmt. Gerade bei den Standards und Infrastrukturen für offene digitale Wissenschaft hat sie seit Jahrzehnten Akzente gesetzt. Es gibt in ganz Europa nur wenige Akteure, die dafür vergleichbares geleistet hätten, wenn überhaupt. In der Landschaft wissenschaftlicher Bibliotheken war und ist die SUB zudem ein Benchmark.

Ich habe den untenstehenden Aufruf von
@AndreaRapp und Frank Scholze unterzeichnet, schließt euch bitte an.

https://zukunft-der-sub.de/

#ZukunftderSUB

Für eine Bibliothek mit Zukunft

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen als Schnittstelle zwischen Forschung und Infrastruktur sichern 

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) ist eine der profiliertesten und leistungsstärksten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland mit einer Vielzahl von Angeboten und Services weit über Göttingen hinaus. Sie wird weltweit für ihre Strahlkraft als Standort einzigartiger Bestände und Knoten innovativer Entwicklungen international vernetzter Forschungs- und Informationsinfrastrukturen geschätzt.

Wir brauchen und unterstützen die SUB Göttingen als etablierte und exzellente Partnerin,  deren überregional bedeutsame Rolle nicht durch einen lokalen Prozess der Verwaltungsoptimierung beschränkt werden sollte. Denn moderne leistungsfähige Informationsinfrastruktur kann nur durch ein internationales Netz kooperierender Einrichtungen funktionieren.

Blog-Beitrag von Jan-Martin Wiarda zum Thema:

https://www.jmwiarda.de/2023/07/05/keine-ruhe-in-g%C3%B6ttingen/

Hintergrund:

An der Georg-August-Universität Göttingen wird aktuell unter dem Namen Pro.Admin ein Change-Management-Prozess für die Zentralverwaltung und die zentralen Einrichtungen, zu denen die SUB gehört, durchgeführt. In diesem Rahmen wurden Empfehlungen eines den Prozess beratenden Unternehmens bekannt, die neben weiteren Maßnahmen vorsehen die SUB auf Basisaufgaben der Literaturversorgung zu reduzieren. Die SUB Göttingen engagiert sich in vielen Bereichen für die Verbreitung und den Erhalt von Wissen und Informationen, die Standardisierung im Infrastrukturbereich und trägt aktiv zur Digitalisierung der Forschung in Deutschland und darüber hinaus bei. Eine Umsetzung der von der Unternehmensberatung vorgeschlagenen Umstrukturierung nähme der SUB wesentliche Handlungsspielräume und würde eine Umkehr ihrer  Entwicklung als moderne Forschungsinfrastruktur in einer digital vernetzten Wissenschaftslandschaft darstellen.

Die SUB Göttingen ist eine Infrastruktureinrichtung mit langer Tradition und der klaren Mission, die Informationslandschaft und das Konzept einer modernen Bibliothek der Zukunft mitzugestalten. Sie ist Gedächtnisinstitution und Dienstleisterin für ein breites Spektrum von Informationsservices. Sie ist renommierte Vorreiterin und Partnerin für eine zukunftssichere Forschungs- und Informationsinfrastruktur einschließlich der Umsetzung von Open Science Policies in Deutschland und international. Diese profilierte Schnittstelle zwischen Forschung und Infrastruktur muss erhalten bleiben.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg:innen und Partner:innen,  

als Initiator:innen des offenen Briefes zur Unterstützung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen wenden wir uns an Sie und Euch: Wir alle schätzen die SUB als zuverlässige und innovative Infrastrukturpartnerin. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie / Du unser Anliegen mit Ihrer / Deiner Unterschrift unterstützen würden / würdest. 

Prof. Dr. Andrea Rapp, Technische Universität Darmstadt

Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek

RE:
https://fedihum.org/users/AndreaRapp/statuses/110688452251102773
@AndreaRapp Danke euch für die Website mit der Unterschriftensammlung!
@lambo @subugoe @AndreaRapp Oooooh, es passiert so viel in Göttingen gerade. :(
@lambo @subugoe @AndreaRapp
Ich unterstütze das Anliegen des offenen Briefes. Meine Frage ist, ob nicht vor dem Hintergrund "moderne Forschungsinfrastruktur in einer digital vernetzten Wissenschaftslandschaft" eine verstärkte Verknüpfung von Bibliotheken und Rechenzentren zielführend wäre und konsequent diese organisatorisch zusammengeführt werden sollten. Ich wünsche den Kolleg*innen in Göttingen gutes Gelingen beim Kampf für "eine zukunftssichere Forschungs- und Informationsinfrastruktur",
@m_kaulisch @lambo @subugoe Danke für Unterstützung! Die Frage nach Verknüpfung ist legitim. Zusammenlegung wurde in den 90ern häufig propagiert (m.W. wenige echte Praxisbsp.), gelebte Praxis ist jedoch Kooperation & Abstimmung. Vgl. B. Knorn, G. Oevel: Digitalisierung, Prozessorientierung und strategische Ausrichtung von zentralen Betriebseinheiten – Die Entwicklung von Bib. und RZ am Beispiel von zwei konkreten Einrichtungen. In: Bibliothek Forschung und Praxis. https://doi.org/10.1515/bfp-2022-0015
Digitalisierung, Prozessorientierung und strategische Ausrichtung von zentralen Betriebseinheiten – Die Entwicklung von Bibliothek und Rechenzentrum am Beispiel von zwei konkreten Einrichtungen

Zusammenfassung In einer Retroperspektive werden die Entwicklung der Aufgaben und strukturellen Einbindung der zentralen Betriebseinheiten Bibliothek und Rechenzentrum an Hochschulen in Deutschland aufgezeigt und die allgemeinen Aussagen anhand der beiden Einrichtungen Bibliothek der Universität Bielefeld und Rechenzentrum der Universität Paderborn verdeutlicht. Zudem werden die aktuellen Herausforderungen im Spannungsfeld von Innovation und Nachhaltigkeit, Serviceorientierung und Wirtschaftlichkeit sowie Strategie und Alltagsgeschäft diskutiert. Als Erfolgsfaktoren für eine permanente Weiterentwicklung werden die Vernetzung und Kooperation der Einrichtungen sowie eine enge Anbindung an die Hochschulleitung herausgestellt.

De Gruyter
@AndreaRapp @lambo @subugoe Danke für den Hinweis. Ich lese den Artikel mit großem Interesse. Und schön, dass sich da viele schlaue Menschen Gedanken zu machen.