Eine Beamt*in, welche meinetwegen Grundschullehrer*in ist und je nach Dienstjahren, Bundesland und dergleichen durchschnittlich 3500 EUR netto verdient (ist jetzt nicht hoch angesetzt) kommt im Jahr bei mir auf knapp über 40k Einkommen.

Also nichtmal ein Drittel des Lohnniveaus von den Personen, die @samelou in ihrem Text behandelt.
Trotzdem ist nach unten treten angesagt, weil es ja immer noch einen Reicheren gibt oder man tiefer fallen kann.

https://www.spiegel.de/kultur/elterngeld-debatte-die-wohlhabenden-sehen-das-problem-nicht-a-d9f5af45-4cb8-4bac-9588-7bbf8d91e9c6

https://archive.is/6EBDu

Wohlhabende in der Elterngeld-Debatte: Sie sehen das Problem nicht

Die Debatte über das Elterngeld klingt, als erwarte ein Gros deutscher Paare die unmittelbare Verelendung. Tatsächlich sind nur wenige Einkommensstarke betroffen – aber die fühlen sich nicht reich.

DER SPIEGEL

@UltrasNiklasLuhmann @samelou Stimme zwar zu, aber war es nicht 150000 zu versteuerndes Einkommen/Brutto? 3.500/Monat netto wären ja 42K/Jahr Netto, also so 70K/Jahr Brutto, eher hat die Person die Hälfte. Und soweit ich weiß ist die Senkung von 300K auf 150K für Paare gedacht, somit hätten wir hier also 2 Personen die bspw. je 75K Brutto machen, in etwa 3.700/Monat netto p.P.

Die, und die die mehr verdienen, kriegen also dann kein Elterngeld mehr. Finde ich richtig so, ist dann aber nicht mehr "ein drittel", oder habe ich hier was falsch verstanden?

@ljrk @samelou Ich glaube du hast völlig richtig gerechnet, ich hab einfach 3500 mal 12 gerechnet und die Partner*innen weggelassen. Und auch dann sinds nicht wirklich 1/3, eher RIchtung nen Viertel.

Mir gings eher um die Dimensionen, die hier abgehen. Wer sich mit 150k + x hinstellt und wegen ausbleibender staatlicher Kinderförderung jammert, der sollte ausgelacht werden.

@UltrasNiklasLuhmann @samelou Jup, bei den Dimensionen bin ich vollkommen bei dir. Bin ja selber in einer sehr privilegierten Position und jede Person die da meint sie wäre arm gehört ausgelacht.

Gleichzeitig ist es leider zwar auch so, dass man selbst mit 70K Brutto sich in Berlin kaum was "aufbauen" kann an Wohnung und ewig im Abhängigkeitsverhältnis von beschissenen Landlords ist wenn man kein Glück hat in einer (vernünftigen) Genossenschaft zu sein. Aber das ist ein anderes Problem und benötigt andere Lösungen.

@UltrasNiklasLuhmann @samelou Ich muss mich selbst korrigieren, dass zvE ist was anderes als Brutto (TIL) und ist niedriger als Brutto. Bei einem zVE von 150K wie hier käme man, je nach Situation bei Brutto immernoch deutlich über 200K.

https://www.bildungspraemie.info/de/was-ist-das-zu-versteuernde-einkommen-und-wo-steht-es-.php

Was ist das zu versteuernde Einkommen und wo steht es?

Bildungsprämie

@UltrasNiklasLuhmann @ljrk @samelou

Aus der Perspektive des intersektionalen Feminismus sind aber auch Anreize für wohlhabende Haushalte wichtig, damit Müttern es ermöglicht wird, genau so viel wie die Väter zu arbeiten.

Es gibt einige Studien, die belegen, dass das Elterngeld dies fördert.

Insofern finde ich es berechtigt die Abschaffung auch für Wohlhabende zu kritisieren.

Mein Vorschlag:

1. Elterngeld lassen
2. Kindergrundsicherung einführen
3. Vermögen + Erbschaften besteuern