Habe das Gefühl, in der aktuellen Debatte fehlt es an den grundlegenden Basics: Der Höchsatz beim #Elterngeld beträgt 1800 Euro. Da „fehlen“ bei 5000 Euro netto (beide verdienen gleich) bzw. 9000 Euro netto für einen Alleinverdiener sowieso Zehntausende Euro in der Elternzeit.

Hier berechnet von den 180.000 Euro Brutto, die 150.000 „zu versteuerndem Einkommen“ entsprechen.

Habe immerhin schon zwei konstruktive Vorschläge zum Thema gelesen:
- bei höheren Einkommen das #Elterngeld an 50:50 Aufteilung knüpfen
- individuelle Einkommensgrenzen einführen (und Ehegattensplitting abschaffen)
@hanhaiwen Was bedeutet das? Also, ich versuch grad zu verstehen, wofür das ein Argument ist.

@werdersee Wer ein Kind bekommt, muss in Deutschland mit finanziellen Einbußen rechnen. Elterngeld ist bei höheren Einkommen bei 65% bzw. 1800 Euro gedeckelt, 2x Vollzeitarbeit ist mit Kleinkind unrealistisch, dann kommt für Frauen eh die Teilzeitfalle. Bei niedrigen Einkommen sind Kinder ein Armutsrisiko.

Das ist alles bekannt und hat noch nie zu so viel Aufruhr geführt. Außer jetzt, wenn eine Handvoll Leute mit 200.000 brutto am Ende 20.000 Euro weniger bekommt?

@hanhaiwen Ah okay, das meinst du.

Ich muss (als kinderloser Mensch) zugeben, ich hatte Elterngeld bisher immer als zusätzliche Zuwendung wahrgenommen, die gewährt wird, wenn's halbwegs nötig ist.

Dementsprechend blieb mir sowieso der Mund offen stehen, als ich hörte, dass auch Menschen mit einem sechsstelligen Jahresgehalt noch [edit: Tippfehler "Kindergeld", ich meinte:] Elterngeld bekommen.