In der Nacht vom 30.06. auf den 01.07. 2023, haben um 24:00 Uhr fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke ihre Genehmigung für den Marktbetrieb verloren. Die Betriebsgenehmigungen wurden nicht verlängert und deshalb gingen
Block E des Kraftwerks Niederaußem
Block F des Kraftwerks Niederaußem
Block E des Kraftwerks Jänschwalde
Block F des Kraftwerks Jänschwalde
Block C des Kraftwerks Neurath
vom Netz und bleiben vorerst in Reserve. Das passierte völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit und ganz ohne großes Spektakel. Obwohl damit eine Leistung von 1.886 MW wegfällt, [zum Vergleich: AKW Isar 2 hatte eine Leistung von 1.410 MW, von der im Streckbetrieb aber nur noch rund 45% (634 MW) abgerufen wurden], hat deswegen niemand vor einem Zusammenbruch der deutschen Stromversorgung gewarnt.
Aber durch den zusätzlichen Ausstieg aus einem Teil der Braunkohkeverstromung hätte nach dem Abschalten der AKW solch eine Mangellage erst recht entstehen müssen. Warum hat das auf einmal niemand mehr ernsthaft in Betracht gezogen? Warum hat niemand auf deren Abschaltung genau so heftig und mit denselben „Argumenten“ reagiert, wie auf die Abschaltung der AKW? Stattdessen: Schweigen.
Anscheinend ist es um die Stromversorgung in Deutschland doch nicht so schlecht bestellt, wie einige glauben machen wollen.
Der Wegfall von zuletzt rund 4% der Gesamtstromerzeugung aufgrund der AKW-Abschaltungen und jetzt die erneute Reduktion von rund 2% aufgrund des Wegfalls eines Teils der Braunkohleverstromung, konnte durch den Ausbau regenerativer Energieerzeugung im 1. Halbjahr 2023 offensichtlich kompensiert werden
@MamaTutulla Danke an Robert Habeck!!!