#Röntgen-#Wellenleiter
„Lange dünne Löcher“
1–10 mm lang, 10–100 nm im Durchmesser; also ca. 100.000 mal länger als dünn; und ca. 10.000 mal dünner als ein menschliches Haar.

Die hier gezeigten Wellenleiter werden seit über zwei Dekaden in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Tim Salditt am Institut für #Röntgenphysik, Uni #Göttingen, erforscht und entwickelt. Sie dienen uns in erster Linie als #Kohärenz-Filter, um die Auflösung der holografischen #Bildgebung zu erhöhen.

Siehe auch Bildbeschreibung

Hier ein älteres Foto von zwei gekreuzten 1D-Wellenleitern.

Auf ein Substrat (hier: #Germanium) wird erst eine blockierende Schicht (Molybdän), dann die leitende Schicht (#Kohlenstoff) aufgedampft; in diesem Fall ca. 9 #Nanometer (also vielleicht zwei bis drei Dutzend Atomschichten), darauf wieder #Molybdän.
Der Wafer wird auf eine „Länge” von etwa einem viertel Millimeter gesägt (ja, da gibt es extra Sägen für, die das können); eine zweite solche Lamelle wird unter 90° gedreht aufgeklebt.

Ach, hier ist das ja mit einer Skizze, um die Strahlführung und gekreuzten Wellenleiter besser zu erklären …

Hier eine Skizze, was der #Röntgen-#Wellenleiter machen soll: den Strahl filtern.

Von links kommt eine „dreckige Wellenfront”; innerhalb der Struktur wird diese „glatt gezogen”, am Ausgang emittiert eine Quasi-Punktquelle dann eine Kugelwelle.

Ein realer Wellenleiter jedoch hat leichte Formfehler und eine Oberflächenrauhigkeit, sodass die emittierte Welle nicht ideal wird.

Den Einfluss dieser Form- und Oberflächenfehler habe ich in meiner Diplomarbeit (2008) numerisch studiert.