Tingler ist tatsächlich der klassische Mansplainer. Ich möcht ihn echt nicht mehr hören. [Gedanke zum #tddl -Samstag]
@chronistin Tingler wird als retardierendes Moment in der Diskussion gebraucht. Delius ist dazu zu brav.
@scraper Das mag als Rechtfertigung für seine Kritiken gelten, aber nicht für seine herablassende Art gegenüber anderen Jurymitgliedern.
@chronistin Der Bachmannpreis ist ein TV-Format und funktioniert auf der Aufmerksamkeitskala. Affront ist kalkuliert, um Aufregung zu erhalten. Alles andere wird als betulich abgeschaltet. Der Blutdruck der Zuschauer lässt sich heute leider nur mit Nuhrs o. ä. oben halten. Irgendwann werden sie Delius mit einem schärferen Knaller ersetzen. Literatur im TV ist kein Ponyhof. Siehe Reich-Ranicki, Karasek, Dorn. #tddl

@scraper Ich hab wirklich nicht damit gerechnet, dass mir heute noch jemand den Bachmannpreis mansplaint. Danke für den herzlichen Lacher!

(Und ja, mir ist bewusst, dass ich nicht weiß, ob du ein Mann bist. Aber wenn nicht, hast du das Mansplaining hervorragend internalisiert.)

@chronistin @scraper Mastodon ist eben auch kein Ponyhof. 😀
@chronistin Und warum "mansplained" man, wenn man den eigenen Gedankengang erklärt? Man kann sich Konfrontation auch suchen. Aber bitte, ich will nicht weiter stören.
@scraper Grundlegend deshalb, weil du davon ausgehst, andere Leute im Allgemeinen und ich im Besonderen wüssten nicht, wie Fernsehen/Literatur im Fernsehen funktioniert. Würdest du dieses Unwissen nicht fälschlicherweise voraussetzen, hättest du den Gedankengang (der auf 3sat ohnehin nur begrenzt zutrifft) mit weniger und treffenderen Worten erklären können. Und ein Satz wie "Literatur im TV ist kein Ponyhof." setzt dem ganze die Mansplaining-Sahnekirsche auf.
@scraper PS: Der Bachmannpreis hat sich über Jahre (Jahrzehnte?) aktiv bemüht, die von dir genannten, oft reißerischen und kampfdiskutierenden Kritikerstimmen durch analytischere Geister zu ersetzen, die textnäher und ego-ferner sind. Und das hat dem Format sehr gut getan.
ichichich (@[email protected])

#tddl @[email protected] Erkenntnis #1: Wie sich die Jury gewandelt hat in den letzten Jahren, wie (überwiegend) zugewandt sie den Texten und Autorinnen ist! Ohne sie in der Sache zu schonen, die Kritik an der Texten ist weiterhin scharf, aber die Stimmung gegenüber den Personen, Autorinnen ebenso wie Mit-Jurorinnen, ist (überwiegend) fair und grundsätzlich wohlwollend, das gefällt mir. Der früher häufiger auszumachende Vernichtungswille ggü. Texten und Autorinnen ist nahezu komplett verschwunden.

norden.social