„Man darf Faschisten nicht ausgrenzen, man muss sie abholen.“

Bis sie das dann selbst morgens um halb fünf mit einem machen

@zynaesthesie Die Leute, die mit Faschisten reden wollen, sind dann diejenigen, die nach der Machtergreifung schön schweigen.
@CosmoStephan Dafür waren sie aber hinterher immer schon im Widerstand
@CosmoStephan @zynaesthesie aber was wäre denn die Alternative? Ich bin ein Riesen Fan von Don’t raise your voice, improve your argument
@janbro @zynaesthesie Die Alternative: Ausgrenzen, bekämpfen, verbieten.
@janbro @CosmoStephan Wenn mir irgendein Zerebraldilettant mit Umvolkung, jüdischer Weltverschwörung und Corona als Krieg gegen die arische Herrenrasse kommt, dann ist mein Argumentationsbedarf knapp unter ε
@zynaesthesie @CosmoStephan ich verstehe dein Argument und kann auch verstehen, dass man für „sinnfreie“ Argumente auszutauschen keine Zeit/ Lust hat. Nur, wenn das niemand macht, wird dieser Mensch sich noch weiter in seine Bubble verkriechen und irgendwann (mangels gesehener Alternativen) mit Gewalt versuchen wahrgenommen zu werden.
Deswegen sind für mich alle Vorschläge die sich „ausgrenzen“ als einzige Lösung ausdenken zu kurz gesprungen. Ich war auch immer dagegen die AFD in den Medien auszugrenzen, mir wäre es lieber gewesen ihre Argumente zu entkräften, solange sie noch nicht den Märtyrer-Status hatten. Ganz zu Beginn hatte die AFD nämlich valide Punkte. Das wird heute überlagert. Kurz aus meiner Sicht hat man es versäumt das Problem zu lösen, solange es noch klein war.
@janbro @zynaesthesie @CosmoStephan
Die sind bereits verloren, mit Argumenten holt man da niemanden mehr ab. Also hilft nur Gegenwehr und da kann man froh sein, solange es noch gewaltfrei durch Ausgrenzung geht. Das Gewaltfreilevel haben wir aber wahrscheinlich auch bald verlassen.
@TomWochnig @zynaesthesie @CosmoStephan Wenn man andere ausgrenzt schafft man damit automatisch zwei Gruppen, ein wir und ein die Anderen. Damit fängt der Ärger an, denn jede Seite glaubt für sich im Recht zu sein. Von da bis zur Gewalt ist es dann nicht mehr weit. Und das nur weil man nicht mehr miteinander spricht. Das Wesen einer Demokratie ist der verbale Schlagabtausch. Mir fehlt in Deutschland die Debattenkultur die ich aus dem angloamerikanischen Raum her kenne.
@janbro @zynaesthesie @CosmoStephan Kleines Beispiel aus der Praxis:
Ein Typ kommt auf dich zu und sagt, dass sein Kumpel ihm erzählt hat, du hättest seine Freundin angeschaut.
Was machst du? Diskutieren?
Sinn und Zweck dieses Spruches ist es, dir eine reinzuhauen, entweder weil du seine Freundin angeschaut hast und das zugibst oder weil du behauptest, sein Kumpel lügt ihn an, was der aber garantiert nicht tun würde.
Also ist das Einzige, was hilft, zuerst zuzuschlagen.
@TomWochnig @zynaesthesie @CosmoStephan Das Beispiel erscheint mir sehr konstruiert, was ich schon daran festmache, dass mir so was noch nie passiert ist. Auch ist mir nicht so ganz klar, wie das zu meinem Punkt redebereit zu sein passt. Aber gut, in diesem Fall würde ich bei der Wahrheit bleiben und mich verteidigen, sollte ich angegriffen werden. Der Punkt ist, dass die Gewalt von dem Gegenüber ausgeht und er mit Konsequenzen (zugegeben aus meiner Sicht zu lasch) wird rechnen müssen. Ich werde aber nicht derjenige sein, von dem die Eskalation ausgeht.

@janbro @zynaesthesie @CosmoStephan
Das Beispiel ist lebensnah, es entspricht häufiger Erfahrung meiner Jugend. Aber deine Antwort zeigt, dass du offensichtlich eher aus gutbürgerlichem Hause zu sein scheinst, der sich eben bestimmte Situationen nicht vorstellen kann, sie daher negiert und falsch bewertet, wenn sie eintreten.
Eine Verteidigung ist in so einem Fall sinnlos, seine Kumpels machen dich schon fertig, da du es verpasst hast, den Überraschungseffekt deines Angriffes zur Flucht zu nutzen.
Die Konsequenzen (Verurteilung wegen Körperverletzung) sind deinem Gegenüber egal, da er auf den Rechtsstaat scheißt. Beim nächsten Mal versucht er trotzdem wieder, dir den Schädel einzutreten.
Das war Realität schon in den 80ern.

Und nichts anderes sind Nazis. Man redet mit ihnen nicht, man bekämpft sie, denn sonst gewinnen sie.

@TomWochnig @zynaesthesie @CosmoStephan du bist sehr schnell mit deinen Vermutungen. Kurz gesagt damit liegst du falsch. Zurück zum eigentlichen Thema. Meiner Aussage, dass Ausgrenzung der falsche Weg ist, da dies zu neuen in der Regel noch größeren Problemen führt habe ich von dir noch kein Argument entgegengesetzt bekommen. Ich respektiere das Du das anscheinend anders siehst, aber ohne Argumente wirst du mich da nicht überzeugen.
@janbro @zynaesthesie @CosmoStephan
Ich habe nicht den Anspruch, dich zu überzeugen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich Menschen, die sich ihrer Sache so sicher sind wie du (oder ich) nicht argumentativ abholen lassen.
Du hast ein ebenso starres Bild wie ich im Kopf, ich bin mir dessen bewusst, du auch?
Du hast andere Erfahrungen gemacht, das ist sicherlich gut für dich, aber aus meinen Erfahrungen heraus weiß ich eben auch, dass bestimmte Menschen nur mit Gewalt bezwungen werden, aber niemals argumentativ überzeugt werden können.
@janbro @CosmoStephan @zynaesthesie Ausgrenzung. Sie müssen verstehen, dass ihre Haltung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit keinen Platz in der Gesellschaft hat.