Mann aus der Generation, die den Jüngeren eine Katastrophe hinterlässt, findet es übertrieben und ungerecht, wenn man ausspricht, dass seine Generation den Jüngeren eine Katastrophe hinterlässt. — Dabei sind es in Wahrheit sogar mehrere Katastrophen!

@sixtus

Wie wäre es denn,

wenn wir jetzt ALLE,

anstatt mit Fingern auf die jeweils anderen zu zeigen,

etwas unternehmen,

UM die Katastrophe zu verhindern?

Das geht nämlich noch.

JETZT geht es noch.
Aber nicht durch Finger-zeigen... sondern durch Aufbau einer nachhaltigen Struktur. Von der im Übrigen alle (na ja, fast alle; die FossilFools möglicherweise nicht alle, wenn sie nicht umdenken) etwas haben. Und zwar JETZT schon: https://passipedia.de/energieeffizienz_jetzt

Energieeffizienz JETZT [Passipedia DE]

@WolfgangFeist @sixtus Sehr viele von uns pflegen einen Lebensstil, der unglaublich viel Energie benötigt. Wir fahren Auto, surfen, streamen und zocken, fliegen in den Urlaub, essen zu viel Fleisch, kaufen viel zu oft neue Klamotten, alle 2 Jahre ein neues Handy, werfen Waschmaschinen weg, weil reparieren sich nicht mehr lohnt, wohnen auf sehr viel Platz usw.
Aus meiner Sicht macht man es sich sehr leicht, wenn man sagt: „Die Politik ist schuld.“ Das waren und sind wir als Gesellschaft!
@thsauer @WolfgangFeist Individualisierung der Katastrophenschuld ist ursprünglich eine Strategie der Fossil-Lobby, um sich selbst aus dem Fokus von Bürger*innen und Politik herauszuwinden. Warum replizierst Du diese Taktik hier?

@sixtus @thsauer

Physik und Chemie.

Hat nichts mit Taktik zu tun.

Eben nur einfach mal nachrechnen, wo der Kohlenstoff verbrannt wird. Da entsteht das Problem.

Und es lässt sich nur lösen, wenn wir deutlich weniger Kohlestoff verbrennen.

Und bei "wir", das sind WIR HIER durchaus entscheidend mit dabei.

@thsauer @WolfgangFeist @sixtus
Nein, die (aktuelle) Politik (Regierung) ist nicht schuld am Status Quo.
Aber wir wählen regelmäßig Vertreter, die in der repräsentativen Demokratie vorne stehen, mit viel Macht und Ressourcen ausgestattet sind, UM DEN WEG ZU WEISEN, der für uns alle in die bestmögliche Zukunft führt.
Wenn sich also die Wahrnehmung von einem adäquaten Lebensstil nicht ändert, ist die Politik sehr wohl schuld. Wer wider besseres Wissen weitermacht wie bisher, trägt selbst Schuld.

@tropenfisch @thsauer @sixtus

Ja.

Das Geld hat zuviel Macht.

Aber auch nur, weil WIR das zulassen.

Demokratie ist u.a. die Idee, die Macht vom Geld zu trennen.

Das Gegenkonzept: "Der Markt regelt alles"; das führt auf sein eigenes Versagen: Denn, "der Markt" kann das gar nicht. Er hat keinen CO2-Sensor - & wenns nach dem allmächtigen Geld geht, bekommt er auch keinen.

Bis der Markt DANN merkt, dass das völlig schief läuft - ist es schon unumkehrbar schief gelaufen.

@WolfgangFeist @thsauer @sixtus
Das Problem an Geld und Macht ist, dass sich Geld via Medien und Politik in der Demokratie (zusätzliche, über den Markt hinausgehende) Macht verschaffen kann. Erschreckendes Beispiel: MAGA.
=> Wenn wir die Geldmenge, über die Einzelne verfügen können, nicht beschränken, ist die Demokratie in Gefahr. Durch den Klimawandel in großer Gefahr, denn "der Faschismus ist das ideale Gesellschaftsmodell für die Verdränger".

@tropenfisch @thsauer @sixtus

"Das Problem an Geld und Macht ist, dass sich Geld via Medien und Politik in der Demokratie (zusätzliche, über den Markt hinausgehende) Macht verschaffen kann."

Genau das ist der Kern des Problems.

Demokratie ist das Konzept, Käuflichkeit von Macht zu begrenzen. Da haben wir seit langem zu wenig aufgepasst.

Es sind aber nicht allein die 'Politiker'; es sind auch WIR, die wir solche Machtergreifung zulassen.