Am vergangenen Wochenende fanden in #Eisenach und #Seebach die sogenannten #Burschentage des völkisch-nationalistischen Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ (DB) statt. Aus München reisen alle vier DB-Verbindungen Alemannia, Cimbria, Danubia und Stauffia sowie die Burschenschaft Franco Bavaria zum jährlich stattfindenden Treffen der extrem rechten, akademischen Männerbünde nach #Thüringen.

👀 @antifaticker

Für die rund 60 Mitgliedsbünde der DB gehören die sogenannten #Burschentage zum jährlichen Pflichtprogramm. Für viele “Alte Herren”, (aktive) Burschen und sogenannte “Füxe” ist es der Höhepunkt des Jahres, denn neben Vereinsmeierei kommen die Burschenschafter zusammen, um inner- oder außerhalb reglementierter Kneipen zu trinken und beim Fackelmarsch und Totengedenken in Erinnerungen an die “guten alten Zeiten” zu schwelgen.

Beobachter*innen der Szene liefert das Event einen aktuellen Überblick über jene Strukturen, die sonst gern unter sich sind.

Den Beginn des traditionellen Fackelmarsches mit anschließendem Totengedenken am Burschenschaftsdenkmal leiteten die Burschen mit Parolen wie „Ab-Ab-Abschieben“- sowie „Ost-Ost-Ostdeutschland” ein. Mit Schirmen versuchten eingesetzte Ordner die Dokumentation durch Journalist*innen zu verhindern.

Je später die Stunde, desto betrunkener und entsprechend hemmungsloser die Gäste. Am Burschenschaftsdenkmal in Eisenach bedrängten Burschen u.a. aus #München immer wieder anwesende Pressevertreter*innen und versuchen so die Berichterstattung zu behindern. Die Polizei war im Gegensatz zum vergangenen Jahr sowohl in Seebach als auch in Eisenach nur spärlich vertreten. Die eingesetzten Beamt*innen waren oft nur zögerlich bereit, das Agieren der #Burschenschafter zu unterbinden.

Protest gegen die „Burschentage“ gab es dieses Jahr erneut nicht. Kritische Stimmen von Passant*innen jedoch durchaus. Das Auftreten der männerbündischen, extrem rechten Verbindungen und ihre Einstellungen werden in Eisenach kritisch wahrgenommen.

Eine Bildauswahl vom Wochenende findet Ihr hier: https://flic.kr/s/aHBqjAGsfd

Burschentage 2023

Vom 31.5. bis 4.6.2023 fanden in Eisenach und Seebach die sogenannten Burschentage des völkisch-nationalistischen Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ (DB) statt. Aus München reisen alle vier DB-Verbindungen Alemannia, Cimbria, Danubia und Stauffia sowie die Burschenschaft Franco Bavaria zum jährlich stattfindenden Treffen der extrem rechten, akademischen Männerbünde nach Thüringen. Für die rund 60 Mitgliedsbünde der DB gehören die sogenannten Burschentage zum jährlichen Pflichtprogramm. Für viele “Alte Herren”, (aktive) Burschen und sogenannte “Füxe” ist es der Höhepunkt des Jahres, denn neben Vereinsmeierei kommen die Burschenschafter zusammen, um inner- oder außerhalb reglementierter Kneipen zu trinken und beim Fackelmarsch und Totengedenken in Erinnerungen an die “guten alten Zeiten” zu schwelgen. Beobachter*innen der Szene liefert das Event einen aktuellen Überblick über jene Strukturen, die sonst gern unter sich sind. Den Beginn des traditionellen Fackelmarsches mit anschließendem Totengedenken am Burschenschaftsdenkmal leiteten die Burschen mit Parolen wie „Ab-Ab-Abschieben“- sowie „Ost-Ost-Ostdeutschland” ein. Mit Schirmen versuchten eingesetzte Ordner die Dokumentation durch Journalist*innen zu unterbinden. Unter den Schirmträgern war u.a. der Wiener Neofaschist Gernot Schmidt (Burschenschaft Olympia). Je später die Stunde, desto betrunkener und entsprechend hemmungsloser die Gäste. Am Burschenschaftsdenkmal in Eisenach bedrängten Burschen u.a. aus München immer wieder anwesende Pressevertreter*innen und behinderten so die Berichterstattung. Die Polizei war im Gegensatz zum vergangenen Jahr sowohl in Seebach als auch in Eisenach nur spärlich eingesetzt. Die Beamt*innen waren oft nur zögerlich bereit, das Agieren der Burschenschafter zu unterbinden. Protest gegen die „Burschentage“ gab es dieses Jahr erneut nicht. Kritische Stimmen von Passant*innen jedoch durchaus. Das Auftreten der männerbündischen, extrem rechten Verbindungen und ihre Einstellungen werden in Eisenach durchaus kritisch registriert.

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@lina_dahm da hat also Phillip Amthor seinen modischen Stil her? 😁
@lina_dahm vielleicht müssen die Leipziger Demonstranten einfach Burschenschaftenuniformen tragen, dann wird auch keiner eingekesselt