Welche marxistischen Kampagnen gegen die Ausgrenzung von Arbeiter*innenkindern im Bildungssystem in den letzten Jahrzehnten sind euch bekannt? Also in Deutschland.

#Antiklassismus

@andreaskemper
Ist das nicht vorgeblich ein Anliegen von Liberalen, „Bildungschancen”?
@dehade Warum sollte das so sein? Es geht doch zentral um Klassenfragen.
@andreaskemper
Ich habe in den letzten Jahren keine marxistischen Kampagnen wahrgenommen. Beherrscht wird der Diskurs durch andere: Liberale tun so, als könne mit ("guter") Bildung jede Person bei entsprechender Leistung alles erreichen. Das vermittelt privilegierten Personen, dass es an ihnen selbst liegt, ihre Position erreicht zu haben. Damit verhindern laute Liberale, dass das Feld klassistisch betrachtet wird.
@andreaskemper keine...aber die Marxisten die ich kenne leben eh in ihrer eigenen Akademikerwelt bzw. Debatierclubs ala Volksfront von Judäa
@andreaskemper
Da fällt mir als erstes der MSB Spartakus ein. Ob der Vorgänger SDS da was gemacht hat, kann ich nicht bestimmt sagen, vermute es aber.
Beim SHB könnte man für 60er und 70er auch nachforschen
Nach 1988 gab es jedenfalls, mangels Kräften, nichts mehr in Richtung Bildung für alle aus dem marxistisch orientierten Bereich.
KABD und MLPD hab ich nicht so auf dem Schirm, aber der Vollständigkeit halber seien sie erwähnt.
Die SDAJ hat sich mehr im Bereich Berufsbildung engagiert (Absprache mit MSB) und vom Rebell weiß ich schlicht gar nichts.
@wauz Danke für die Antwort. Ich habe MSB und SHB damals noch mitbekommen, war aber damals bei den autonomen Basisgruppen aktiv. Gabriele Theling ("Vielleicht wäre ich als Verkäuferin glücklicher geworden") schrieb damals, dass ihr Vorschlag zur Gründung einer eigenen Gruppe von Arbeiter*innenkinder vom MSB abgelehnt wurde.