1/ Heute wollte ich das Buch zu Ende lesen, das ich neulich angefangen hatte (siehe Tröts auf https://berlin.social/@StefanMuelller von gestern). Ich bin wieder in den Wald gefahren. Da war diesmal kein Gesäge und Gehämmer und die Straße war auch leer. Aber im Wald war ganz schön was los.

Gestern hatte ich dieses Haus fotografiert, aber das Bild war nicht gut. Heute hatten sich die Bewohner*innen richtig chic gemacht. Wenn ich mal Zeit habe, lasse ich mir die Haare auch so färben. Na gut, vorher müssen sie erst mal ein bisschen wachsen.

#Wuhlheide #Wuhli #Verkehrswende

Stefan Müller (@[email protected])

512 Posts, 252 Following, 39 Followers · Climate crusty, linguist (@[email protected]), #openAccess freak, cofounder Language Science Press (@[email protected]), photographer, born in Jena, Ossi since 2013

berlin.social

2/ „Hello, is there anybody in there? Is there anybody who can hear me?“ Ich glaube, die wollten aber nicht reden.

#Wulheide

3/ Polizisten räumen eine Plattform bei der Besetzung der #Wuhlheide gegen Rodung für Straßenbau. Berlin, 17.05.2023

4/ Weiß auch nicht. Bei blauen Kugeln im Wald muss ich immer an #Blaubeeren denken.

#Wuhlheide #TVO #TangentialeVerbindungOst #Waldbesetzung #WuhliBleibt

5/ Hier gab es ein interessantes Missverständnis unter den Aktivist*innen. Jemand hatte „Cops töten.“ an einen Bauwagen geschrieben und jemand anders hatte das zu „Cops ärgern“ geändert. Die Wortgruppe „Cops töten“ ist mehrdeutig. Eine Lesart ist einem Mordaufruf und entspricht: „Bücher lesen!“. Die andere entspricht einer Aussage: „Wir lesen.“.

Die Partei @DiePARTEINRW (die es noch nicht mal richtig auf Mastodon geschafft hat) hatte mal ein Wahlplakat mit der Aufschrift „Nazis töten.“. Dazu gab es Gerichtsurteile. Die WeLT berichtete, hat aber den Punkt im Zitat vergessen:

https://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article233858270/Sachsen-Die-Partei-darf-weiter-Nazis-toeten-plakatieren.html

Der Punkt ist aber wichtig, denn dadurch wird der Satz eindeutig.

Bleibt letztendlich die Frage, ob die Aussage „Polizisten töten.“ richtig ist. Es gibt ein paar ungeklärte Fälle, aber insgesamt dürfte die Aussage ein bisschen zu pauschal sein.

Sachsen: Die Partei darf weiter „Nazis töten“ plakatieren

Weil die Inhalte keinen Verstoß gegen die öffentliche Sicherheit darstellen, hat das Verwaltungsgericht Chemnitz entschieden, dass Plakate der Satirepartei „Die Partei“ mit dem Slogan „Nazis töten“ weiter hängen bleiben dürfen. Die Stadt Plauen hatte zuvor anders entschieden.

WELT

6/ Es gab keinen Widerstand bei der Räumung. Die Aktivist*innen waren alle passiv. Hier sieht man, dass sie fürs Abseilen schicke Handschuhe bekommen. Das gab es in #Lützerath nicht. Ich glaube, das ist dazu da, damit sie nicht aus Versehen, reflexartig in ein Seil greifen und sich die Hände kaputt machen.

#Wuhlheide #TVO #TangentialeVerbindungOst #Waldbesetzung #WuhliBleibt

7/ Hier waren die Abseilhandschuhe alle. Da wurde der Ärmel zugebunden.

#Wuhlheide #TVO #TangentialeVerbindungOst #Waldbesetzung #WuhliBleibt

8/ Die Polizei hat die Bereiche unter den Baumhäusern und drumherum abgesperrt, damit niemandem was auf den Kopf fällt.

Man hatte dann eigentlich keinen freien Blick mehr aufs Geschehen, sondern immer irgendwie Stämme oder Blätter im Weg.

Das verleitete mich dann irgendwann zu der Bemerkung: „Scheiß Bäume, immer im Weg.“ Ich war wohl nicht der Einzige mit diesem Gedanken, ein anderer Fotograf machte später denselben Witz.

9/ Irgendwann fing dann jemand von den Forstarbeiter*innen an, einen Baum zu fällen.

Laut Bericht in der taz (Print-Ausgabe) hat die Polizei das nicht beauftragt.

Dann müssen die Forstmitarbeiter*innen sich das wohl aus Jux und Dollerei gemacht haben. Oder weil sie gehört hatten, dass die Fotografen sich über mangelnde Sicht beschwert haben. (Scherz!)

Wir sind außerhalb der Rodungssaison, d.h. die Forstmitarbeiter*innen würden das niemals einfach so tun. In der online-Version der taz steht auch, dass die Polizei das angeordnet hat.

https://taz.de/Kritik-nach-Raeumung-von-Waldbesetzung/!5932077/

Kritik nach Räumung von Waldbesetzung: Vorgeschobene Gründe für Law-and-Order

An der Räumung der Waldbesetzung in der Berliner Wuhlheide mehrt sich die Kritik. Der schwarz-rote Senat ließ mit teils hanebüchener Begründung räumen.

10/ In #Lützerath war ja eher Feuchtigkeit und Schlamm der Härtestest für die Kameras. Ein Kollege hatte einen Wasserschaden zu 2300€. =:-(

In der #Wuhlheide war es diesmal Staub. Die #Nikon-Objekte sind angeblich staubdicht. Gerade bei manchen Zooms wird ja Luft angesaugt. Ich hoffe, die Werbung hält auch hier, was sie versprochen hat.

11/ Ein Kollege wechselte mitten in einer Staubwolke sein Objektiv. Mich hat das sehr an das Motoradrennen in Fear and Loathing in Las Vegas erinnert:

No! We need to go on! We need TOTAL coverage!

https://www.youtube.com/watch?v=dbNRhAhq9hc

#Fotografie

Fear and Loathing Race Clip

YouTube

12/ Also die hier sind immer #SchwarzGekleidet. Sie sind auch vermummt. Olaf Scholz verwechselt die immer mit der #LetzteGeneration.

Die hier reden nicht gern mit Polizist*innen. Manche sagen nicht mal ihren Namen. Sie sind also ganz anders. Außer vielleicht, dass sie auch ihre Hände mit Sekundenkleber behandeln.

Der Vorteil vom Nicht-Namen-Sagen ist, dass man nicht früh um 6:00 Besuch bekommt.

Im Nachbarthread geht es dann mit denen weiter, die nicht #SchwarzGekleidet sind und auch mit Polizist*innen reden.

#Wuhlheide #TVO #TangentialverbindungOst