Thema E-Perso auf dem Smartphone:
"Das Wichtigste dabei, so Richter: die Sicherheit. Die Zwei-Faktor-Identifizierung müsse auch dann weiter gewährleistet sein, wenn man den Ausweis in Kartenform nicht mehr benötige. Das sei in Zukunft unbedenklich möglich." aus https://www.sueddeutsche.de/politik/bund-id-verwaltung-energiepauschale-1.5874542

Da bin ich mal gespannt, wie man das Sicherheitsniveau einer Smartcard - was der heutige Perso effektiv ist - erreichen will.

Bund-ID: Nutzerzahlen schnellen in die Höhe

Mit der Bund-ID kann man online Anträge stellen. Deutlich mehr Menschen nutzen sie wegen der Energiepauschale – allerdings nicht freiwillig.

Süddeutsche Zeitung
Das schöne an einer Smartcard ist, dass sie eben nur dann zur Verfügung steht, wenn ich das auch will. Sonst halte ich sie einfach nicht ans Lesegerät. Zweiter Punkt ist, wie die Verbindung zwischen privatem und öffentlichen Schlüssel hergestellt werden soll. Beim heutigen Perso passiert das in der Bundesdruckerei, was die Angriffsfläche reduziert.
Angenommen, der private Schlüssel wird auf dem Secure Element (quasi TPM) des Smartphones erstellt: Dann muss ich den Public Key irgendwie an den Staat übermitteln. Wehe, da spielt eine Schadsoftware auf dem Smartphone Man in the Middle. Selbst wenn das auffällt, dann ist meine Identität erst Mal weg. Umgekehrt ist noch viel gefährlicher, wenn der private Key an mich übertragen wird. Wahrscheinlich kann man dafür Lösungen finden. Aber es macht die Sache unnötig kompliziert.
Und ich muss dem Hardwarehersteller des Gerätes bzw. SoCs vertrauen können. Beim Perso liegt das in der Hand des Staates (und seinem Zulieferer). Außerdem soll es nicht zur Norm werden, dass ich mich überall mit meinem ePerso ausweisen muss. Das hat sich auf Behördengänge und wenige andere Anwendungen zu reduzieren. Da ist das heutige Verfahren von Benutzerseite aus durchaus zumutbar