In dem Deutschlandfunk-Kommentar zu #Bürgerrat ist ein kleiner Fehler, der mich was erkennen lässt: Wer sich Lachs fangfrisch einfliegen lässt, ist im Bürgerrat eher nicht vertreten, aus statistischen Gründen. Es gibt weniger reiche, vermögende Menschen als jene, die beim Kauf von Lebensmitteln hart rechnen müssen.

https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zum-buergerrat-ernaehrung-das-schnitzel-als-spaltpilz-dlf-daa583e5-100.html

Kommentar zum Bürgerrat "Ernährung": Das Schnitzel als Spaltpilz

Deutschlandfunk
Dieser kleine Fehler erklärt mir den Widerstand gegen #Bürgerräte, gegen einen #Gesellschaftsrat. Es geht um Machtverschiebung. Die gar nicht so vielen Wohlverdienenden haben offenbar mehr Einfluss und Gehör und Repräsentanz in Parlament und Regierung. Das nutzen sie, um die Machtverschiebung zu bekämpfen.
Dabei geht es im Gesellschaftsrat weniger um Abstimmung und Durchsetzen als um Austausch, verschiedene Perspektiven, hören und gehört werden.
@StefanDT
Kommt denn der Widerstand aus der Ecke? Da bin ich mir unsicher...
Fehlt hier nicht noch ein bisschen mehr Transparenz? Z.B. wie und wofür werden die 3 Mio ausgegeben?
Ein wirklich spalterischer Text steht auch aktuell auf NZZ (verlinke ich lieber nicht)
@BarbNerdy Ist eine Annahme/Analyse: Bei Umsetzung würden Wohlhabende Einfluss verlieren. Das kann Motiv für Widerstand sein - den es bei Steuerreformen regelmäßig gibt.
Tatsächlich ist es wohl leichter, in ein Parlament gewählt zu werden, wenn ich das wirklich will, als ausgelost zu werden.
#Wahrscheinlichkeit versus #Strippenziehen.

@StefanDT hmm... ich weiss nicht ob ich dir da folgen könnte.

Wenn ich mir hier so die Antworten bei Herrn Vetter ansehe.. dann ist das eher so in Richtung 1!!!11 DIE da OBEN..

https://twitter.com/udovetter/status/1656244544923664385

Udo Vetter on Twitter

“Der erste "Bürgerrat" wird laut NZZ so ablaufen, dass 160 zufällig, aber doch irgendwie repräsentativ ausgewählte Menschen 40 Stunden über das Thema "Gesunde Ernährung" diskutieren. Das Ganze soll drei Millionen Euro kosten, mit einiger Sicherheit also der teuerste Workshop der…”

Twitter
@BarbNerdy Und ich kann nicht ganz folgen, was der Kommentar sagen will, insbesondere der Verweis auf einen Tweet.
Ich bin da oben nicht unklar mit Satzzeichen und der Umschalttaste umgegangen. Dass es eine Korrelation zwischen Einkommen und Vermögen einerseits, Ressourcen für Politikkontakte andererseits gibt, ist so augenscheinlich, dass es dazu keine empirische Untersuchung braucht. Und ist keine Verschwörung. Und sagt noch nicht "Korruption" und nichts darüber, wie erfolgreich die Kontaktaufnahme ist.
Ganz nebenbei: Trust me - Politikgespräche sind mein Job.

@StefanDT
So, jetzt versteh ich dich gar nicht mehr...
Hatte sich das für dich so angehört, wie wenn ich deine Kompetenz anzweifle? Das war nicht beabsichtig.

Mich beschäftigt der Tweet von Herrn Vetter, indem er einfach mal Tatsachen verdreht (1 Rat = 3 MIO) UND auch noch auf diesen Artikel in der NZZ verweist.

@BarbNerdy Okay, jetzt verstehe ich den Impuls - hoffentlich richtig: So, dass einige Leute meinen, ein geloster Rat sei ein Manipulations-Instrument, weil "die da oben" einfach Leute reinsetzen und damit Wahlen aushebeln. Ja, das ist offenbar eine Verschwörungserzählung aus autoritär-nationalistischer Ecke; als ob gerade diese Ecke so scharf auf Demokratie wäre und nicht meint, das eine kleine Gruppe ("Volk") eigentlich alles richtig weiß.