Gemeinsam gegen rassistische Polizeikontrollen! Thread anlässlich der #Justice4Nzoy-Aktionstage. (1/17)
Die Cops schleichen im Quartier herum und schauen sich die Leute an. Wenn in ihren Augen jemand «verdächtig» aussieht, schauen sie besonders genau. Dann steigen sie aus und führen Personenkontrollen durch. (2/17)
Manche Leute werden nie von der Polizei kontrolliert, wenn sie beispielsweise der Zürich Langstrasse entlang gehen. Manchen passiert das jedoch immer wieder. Der Unterschied liegt im Aussehen: Personen of Color werden von Bullen viel häufiger als «verdächtig» eingeordnet. (3/17)
Das Aussehen einer Person ist ausschlaggebend dafür, ob sie eine Bullenkontrolle erdulden muss, weil sich Polizist:innen von rassistischen Vorurteilen lenken lassen. In Zürich finden bspw. an der #Langstrasse viele rassistisch motivierte Polizeikontrollen statt. (4/17)
An der Zürcher Langstrasse war auch Nzoy viel unterwegs, alle kannten ihn hier, auch die Bullen – und trotzdem schikanierten sie ihn immer wieder mit ihren Kontrollen. (5/17)
Die ständigen Kontrollen sind nicht nur lästig für die betroffenen Personen, sondern sie sind auch entwürdigend. Vielen unserer Freundinnen und Freunde, die davon betroffen sind, geht es sehr nahe, dass sie immer wieder von den Cops drangsaliert werden. (6/17)
Rassistische Polizeikontrollen erinnern die Betroffenen immer wieder daran, wie alltäglich der Rassismus ist, und wie perfide und gewaltvoll er ist. (7/17)
Von den Angehörigen von Nzoy wissen wir, dass er eine humoristische Haltung zu den vielen Kontrollen entwickelte und dass er immer viele Sprüche zu diesem Thema klopfte. Seinen Pass trug er in der Gesässtasche seiner Hose – immer griffbereit. (8/17)
Die Angehörigen von Nzoy erzählen aber auch, dass er wegen den rassistischen Schikanen manchmal sehr wütend wurde. (9/17)
Rassistische Polizeikontrollen richten sich nicht nur gegen die betroffenen Personen. Sie haben auch eine Aussenwirkung und tragen zum rassistischen Klima auf den Strassen und in der öffentlichen Diskussion bei. (10/17)
Es macht etwas mit einem, wenn man besonders oft Personenkontrollen sieht, die sich gegen Schwarze Personen richten. Unterbewusst können solche Bilder rassistische Vorurteile verstärken. (11/17)
Wir wollen nicht schulterzuckend weitergehen, wenn wir sehen, dass unsere Mitmenschen aus dem Quartier, unsere Nachbar:innen, unsere Freund:innen, unsere Arbeitskolleg:innen von den Bullen belästigt werden. Aber was können wir tun? (12/17)
Die «Allianz gegen Racial Profiling» hat hierzu eine Broschüre zusammengestellt (13/17) http://www.stop-racial-profiling.ch/de/know-your-rights/
Know your rights

× Bleib stehen, filme aus Distanz.
Sag der betroffenen Person, dass du zuschaust und frage sie, ob es in Ordnung ist.

× Suche bei anderen Passant:innen Unterstützung.

× Sag laut, dass du mit der Kontrolle nicht einverstanden bist.

(14/17)

× Wenn dich die Bullen wegweisen, frage nach dem Grund.

× Sprich nach der Kontrolle mit der betroffenen Person, biete dich als Zeug:in an.

(15/17)

Es ist klar, dass wir im Moment zu wenig stark sind, um die Cops zum Teufel zu jagen, wenn sie rassistisch motivierte Polizeikontrollen durchführen. (16/17)

Umso wichtiger ist es, dass wir uns damit befassen, wie wir reagieren können. Wir wollen zeigen, dass es uns nicht egal ist, wenn die Bullen Racial Profiling betreiben.

Hey Cops, wir nehmen es persönlich, wenn ihr unsere Freund:innen schikaniert!
+17/17)

Umso wichtiger ist es, dass wir uns damit befassen, wie wir reagieren können. Wir wollen zeigen, dass es uns nicht egal ist, wenn die Bullen Racial Profiling betreiben.

Hey Cops, wir nehmen es persönlich, wenn ihr unsere Freund:innen schikaniert!
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