Die Diskussion um #ChatGPT ist auch dahingehend interessant (und irritierend zugleich), wie man Lehre gestaltet & welche Vorannahmen von Bildung damit einher gehen. Eine zeitgemäße Prüfungs- & Lehr-/Lernkultur erfordert Umdenken & Rückbesinnung auf den Kern von Bildung zugleich.

Heute habe ich gesehen, wie sich Menschen mit Freude Texte im Netz zusammenfassen lassen, um dann mit #ChatGPT Multiple Choice-Fragen zu generieren.

Ich habe auch gesehen, wie gut standardisierte Tests durch #GPT4 gemeistert werden können.

https://arstechnica.com/information-technology/2023/03/openai-announces-gpt-4-its-next-generation-ai-language-model/amp/

OpenAI’s GPT-4 exhibits “human-level performance” on professional benchmarks

Multimodal AI model can process images and text, pass bar exams.

Ars Technica
Es kommen mehr und mehr Diskussionen über Autorität & Autor:innenschaft auf. Ich glaube, dass die Legitimation von Lehre nicht das bessere Austricksen des Anderen mit Technologien bedeuten sollte, sondern ihr Potenzial darin besteht, gemeinsame Lernerfahrungen zu machen.
@danvers Ich musste die Tage daran denken, dass Autor:innenschaft, die in der Wissenschaft ja mit Expert:innentum und der Legitimation von Wissen verbunden ist, schon durch Wikipedia in Frage gestellt wurde. Nur findet dort eine Aushandlung zwischen Menschen statt. Oder anders: es findet eine Aushandlung statt. Inwiefern ist die KI kritisches Gegenüber oder nur Gehilfe der eigenen Gedanken? Alles spannend und ich staune viel.

@r1na die Wikipedia ist ein super Beispiel! Danke für den Denkanstoß. Historisch: das Schreiben ganz grundlegend ist geprägt von solchen und ähnlichen Aushandlungsprozessen. Was ist das Neue? Die Form des statistischen Remixings oder Resamplings von Zeichen? Die gestiegene Rechenleistung? Die Marktbewegungen nach Google?

Es ist gerade schwer, klar zu sehen. Der Hype um disruptive Technologien wirkt befremdlich und das schon länger. Er prägt das Denken über Fortschritt.