Man muss sich E-Fuels wie die FDP vorstellen: Am Ende entsteht wenig, aber sehr viele Menschen müssen dafür bezahlen.
@peterbreuer Obwohl ich der FDP äußerst fern bin, helfen sie hier (natürlich ohne es zu wissen) bei einer wichtigen Sache: Diesel Motoren können fast alle auch Pflanzenöle verbrennen. Die Bewegung gibt es seit min. 30 Jahren und auch ich war lange Jahre PÖler. Aus meiner Sicht erstmal deutlich ökologischer als Freiflächensolaranlagen zu bauen um damit Batterien zu laden. Dafür braucht es aber Verbrennertechnologie.
@dasnachttier @peterbreuer warum sollten Pflanzenöle ökologischer sein, als Solarstrom? Der Wirkungsgrad bleibt niedrig und es ist keine kontinuierliche Erzeugung von Pflanzenölen über das Jahr hinweg möglich.
@justj @peterbreuer Der Wirkungsgrad von Dieseln ist eigentlich ziemlich gut, wenn man sie richtig auslegt. Das hat man bei PKW (speziell deutsche Hersteller) versucht so wenig wie möglich zu tun, aber das ist kein Problem des Verbrenners, sondern des Marketings.
Ansonsten lässt sich Öl sehr viel besser und effizienter lagern als Strom (egal aus welcher Quelle).
Grundsätzlich neige ich zu dem Glauben, dass die Natur unterm Strich immer effizient und ökologisch ist
@dasnachttier @peterbreuer Ob man den Wirkungsgrad eines Dieselmotors als gut bezeichnet, hängt sicherlich von der Referenz ab. PKW-Dieselmotoren haben aktuell ~43% und langsamlaufende Zweitaktschiffsdiesel (100MW) ~ 55% Wirkungsgrad. Das ist sicher nicht schlecht, aber gegen 80-90% beim E-Motor auch nicht wirklich gut.
Pro m2 und Jahr bringt Biomasse 2-6, Wind 40 und PV 100kWh (Zahlen aus 2012). D.h. selbst reine Freiflächen PV ist effizienter.
@dasnachttier @peterbreuer es lassen sich ja sogar alle drei Arten kombinieren.
Deinem letzten Absatz stimme ich zu, wenn man die Intention der Natur berücksichtigt. Und die war sicherlich nicht, Planzen für das Auspressen nach Öl, um dieses dann zu raffinieren und in einer Maschine zu verbrennen, möglichst schnell und ölhaltig wachsen zu lassen.
@dasnachttier @peterbreuer Nun ja, ich finde zwar auch, dass PV-Anlagen sich über bereits versiegelten Flächen deutlich besser machen als auf freiem Feld, aber wenn man den Energieertrag pro Fläche vergleicht, ist Freiflächen-PV um mindestens eine Größenordnung effizienter als Anbau von Energiepflanzen. Dazu kommt noch, dass unter einer Freiflächen-Solaranlage, wenn man es nicht ganz falsch macht, deutlich mehr Artenvielfalt möglich ist als etwa in einer Raps-Monokultur.
@saltomentale @peterbreuer Guter Punkt, vielleicht… Ich hatte versucht genau das mal rauszufinden, aber es gibt zu keinem Solarmodul Infos bez. des Fußabdrucks - also was bei Entwicklung, Produktion, Transport, Installation bis hin zur Ausserbetriebnahme, Recycling,… anfällt und daher vom Ertrag abgezogen werden muss. Für Energieplanzenerträge im nachhaltigen, ökologischen Anbau sieht es aber auch nicht besser aus.
@dasnachttier @peterbreuer Stimmt, das ist ein Punkt, den man auch berücksichtigen sollte, und ja, diese Daten sind schwer zu bekommen. Es hängt natürlich auch davon ab, wie lange so eine Anlage läuft, und wie sie gepflegt wird. Prinzipiell kann kann so eine Anlage über etliche Jahrzehnte guten Ertrag liefern mit sehr geringem Fußabdruck für den Betrieb, aber wenn sie nach ein paar Jahren wieder abgebaut wird, sieht's natürlich weniger toll aus.