In Jena gibt es unmittelbar an den historischen Stadtkern angrenzend ein Areal, das mal das Stammwerk von Zeiss war und nach 1990 in einem sehr ambitionierten (und erfolgreichen) Prozess in ein Stadtquartier umgewandelt wurde. Dort befindet sich einer der Hauptstandorte der Universität mit der Hauptmensa, deswegen sagt man auch einfach »der Campus« dazu, aber es gibt dort auch ein großes Einkaufszentrum, ein Bürohochhaus, Wohnungen, Gastronomie usw.
Der autofreie Bereich zwischen den Gebäuden (Ernst-Abbe-Platz) liegt über einer Tiefgarage, weswegen die paar Kübelbäumchen nicht besonders wachsen. Insgesamt sicher der Ort, wo Jena am »roughsten« aussieht, deswegen halten sich da auch gerne hiphophörende Teeniecliquen auf.
Seit über zehn Jahren gibt es Planungen, das Areal schöner und grüner zu machen, es gab sogar einmal einen Wettbewerb, nur umgesetzt wurde nie etwas, weil dafür die Uni zuständig wäre, und die ist nicht reich und komplett damit ausgelastet, gerade einen zweiten Campus zu bauen.
Jetzt gibt es auf einmal sechs Millionen Euro vom Bund, um den Platz endlich zu überarbeiten. Ihr dürft dreimal raten, wie der durchschnittliche Jenaer Facebook-Kommentator das findet. Nämlich GANZ FURCHTBAR