Wie sieht es eigentlich mit der Digitalisierung bei den Maschinenbauern aus?

#letzteHoffnung
/PM

@watch_union Die ist weit fortgeschritten. Wer von Industrie 4.0 redet hat nicht begriffen das die Digitalisierung vor 20 Jahren passiert ist. Ohne CAD/CAM geht heute keine Anlage aus der Tür. Mittlerweile werden ganze Anlagen Simuliert bevor das erste Teil gefertigt ist. Programmierung der Steuerung zu 90% in der Simulation. Das ist noch kein Branchenstandard aber wer da jetzt nicht mitziehen ist in 10 Jahren nicht mehr.
@flohoff @watch_union
I'm Prinzip Zustimmung, aber es gibt noch eine Menge Firmen, die es nicht begriffen haben. Außerdem ist auch da der Mangel an Spezialisten spürbar, weil Firmen die Kompetenzen mangels Mitarbeitern nicht aufbauen können und besonders kleine Firmen von Dienstleistern über den Tisch gezogen werden...
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@flohoff @watch_union
Letztlich haben auch die jungen zukünftigen Mitarbeiter aka Studierende immer noch nicht begriffen, das auch der Maschinenbaustudent wirklich gut mit IT umgehen können sollte und am besten auch Kenntnisse von Programmierung hat.

Ich kenne Studierende, die z.B. Wirtschaftsing./Maschbau mit Schwerpunkt Digitalisierung begonnen zu studieren und es wieder aufgegeben haben, weil Ihnen das zu viel mit Computern und Datenvernetzung zu tun hatte...🤣😂🤣

@jkzick @watch_union D'accord ... Die drei Hemmnisse der Verhinderung sind im Maschinenbau nochmal viel größer.

1. Das haben wir immer schon so gemacht
2. Das haben wir noch nie so gemacht
3. Da könnte ja jeder kommen.

Heute geht's aber darum ob die Fräse eine automatische Materialzufuhr bekommt damit die automatische Teileplanung einen quasi Personenlosen 24h Betrieb hinbekommt.

Und das ist ja nur vorprodukte Fertigen.
Der IT Anteil im Maschinenbau ist in den letzten 20 Jahren um größenordnungen angestiegen.

@flohoff @watch_union

Auch das ist vollkommen richtig. Das Schlimme ist nur häufig, dass viele nicht den Mut oder Aufwand aufbringen wollen, dir Veränderungen anzugehen, sondern es den Jüngeren überlassen wollen, die es aber nicht gibt oder die auch keine Lust dazu haben..🤣🤣🤣

@jkzick @watch_union der Meister der es vom Anlagenelektriker in die Programmierung geschafft hat ist meist das Problem. Da herrscht dann das Elektrische vor. Und da knallen dann Welten aufeinander. Versionierung von Ständen der Anlage? Dokumentation der Toolstände? Alles Fehlanzeige.

@flohoff @watch_union

Die Meister können da ein Problem sein, das stimmt. Aber wenn es u.A. heute um Tools geht, die Middleware zwischen ERP/MES und Anlage abbilden, ggf. noch mit SCADA dazwischen, wird es schwierig.
Die reinen ITler kämen mit den Tools wie Kepware, SAP PCo, NodeRed, n8n usw. vielleicht zurecht, haben aber keine Ahnung von den abzubilden den Prozessen und anders herum bei den Automatisierten.

@flohoff @watch_union
Bring Mal einem gestandenen Siemens-SPS Spezi bei, der Jahre lang hoch geachtet die hohe Kunst der AWL-Programmierung gepflegt hat, dass seine CPU jetzt auch Webserver ist, selber Dashboards erzeugen kann mit HTML und JS oder dass die plötzlich eine REST-API hat...und bald kein AWL mehr kann...

@jkzick @watch_union ich hab so Kunden 🤣 Ich mache IT Infrastruktur. Ich kenne die schmerzen. Ich kann die aber auch verstehen.

Jede veränderung ist schmerzhaft und braucht Zeit. Und wenn dann noch das Ego im Weg steht kann eine Minderheit in so einer Bude jegliche Innovation verhindern.

Meist sind das dann Junge Wilde mit UBoot Projekten die dann die Welt weiter drehen.