Immer, wenn ich alle 2 Wochen mal im Vogelkäfig reingucke, um zu sehen, ob mir irgendwer dem mein geschütztes Profil mit einem klaren Tschüss als letztem Tweet nicht Anzeichen genug war, um mich auf anderen Wegen als per DM zu kontaktieren (kommt immer noch vor), stell ich fest, dass super viele Leute, die im November von ihrem Umzug ins Fediverse noch voll überzeugt waren, wieder dort und zwar nur dort aktiv sind. Schade. So verliert man langjährige Kontakte.
Because ich bin da raus. Also wirklich raus.
Werd sicher niemandem vorschreiben wie er oder sie das Internet und die sozialen Medien nutzt. Aber dass es tatsächlich viele aus der antirassistischen Bubble sind, denen die teils sehr großen Accounts dann doch wichtiger sind als mit ihrer Reichweite eben keine faschistischen Weltbilder zu stützen, enttäuscht und desillusioniert mich dann doch.
Ich hab drüben auch über 7000 Follower zurückgelassen an die ich hier bei weitem nicht ranreiche. Aber nun. Ich bin auch nicht fancy Avantgarde.
Natürlich ist im Fediverse auch nicht grade besser in einigen Dingen. Mansplaining ist mindestens genauso schlimm wie in Vogelkäfig. Aber wortreicher.
Irgendwie werden hier mehr total grenzüberschreitende Dinge gefragt und geschrieben. Die Kommunikationsstrukturen fucken mich auf dieser Ebene oft echt ab, zumal dann oft das Argument ist „Wieso, wir sind hier doch nicht bei Twitter und deshalb sind wir doch die Guten also hör auf zu meckern“.
Daran arbeiten wir hier wohl noch. 🤷🏼♀️
Dennoch ist das dann alles halt ein Problem der Community, aber es werden eben faschistische Ideen nicht vom Chef persönlich geduldet oder sogar gefördert. Weils „den Chef“ im Fediverse halt auch nicht gibt. Da ist dann wahrscheinlich ein wenig Selbstregulation der Menge und dementsprechend auch hin und wieder ein gehöriges Ruckeln vonnöten.