«Ich kann euch sagen, was Freiheit für mich bedeutet: ohne Angst leben.»

Die als #NinaSimone bekannte US-amerikanische Musikerin und Bürgerrechtsaktivistin wurde heute vor 90 Jahren in Tryon, North Carolina geboren.

#AndiesemTag

Ihr bürgerlicher Name lautete Eunice Kathleen Waymon. Zunächst strebte sie eine Karriere als Konzertpianistin an. Um ihren Klavierunterricht zu finanzieren, begann sie jedoch 1954, in Bars als Jazz- und Bluesmusikerin aufzutreten.
Da sie befürchtete, dass ihr methodistisch geprägtes Elternhaus von ihren Auftritten erfahren würde, nahm sie ihren Künstlerinnennamen an. 1959 erzielte Simone mit ihrem Debütalbum «Little Girl Blue» den Durchbruch.
Ihre Kompositionen vermischten fortan verschiedene Genres und waren von klassischer und Jazzmusik, aber auch von Gospel, Pop und Folk beeinflusst. In den 1960ern, als die schwarze Bürgerrechtsbewegung erstarkte, wurde Nina Simones Musik politischer.
Ihr Song «Mississippi Goddam» verarbeitete die rassistischen Morde an Emmett Till und Medgar Evers in Mississippi und den Bombenanschlag auf die die 16th Street Baptist Church in Birmingham, Alabama, bei dem vier schwarze Kinder starben.
Simones Lieder, die sie auf zahlreichen Demonstrationen und Bürgerrechtsversammlungen performte, wurden zu Hymnen für den schwarzen Widerstand gegen Rassismus. Am 21. April 2003 starb die Künstlerin in Frankreich, wo sie die letzten zehn Jahre ihres Lebens verbracht hatte.