Das Urteil zur Gleichbezahlung von Männern und Frauen ist ein Meilenstein der seit 1958 festgeschriebenen Gleichberechtigung, denn noch immer verdienen Frauen im Schnitt 7% weniger für die selbe Arbeit. Aber ohne Anerkennung familiärer Leistungen und einer Umgestaltung der Arbeitswelt bleibt Frauen auch zukünftig karrieretechnisch nur Männer zu imitieren oder halt erwerbsbiographisch massiv zu verlieren.

(Cartoon aus dem Archiv von 2020)

@GuidoKuehn
So muss beispielsweise die Anrechnung von Kindererziehung bei der gesetzlichen Rente endlich deutlich über den bisherigen Almosencharakter hinauskommen.
@GuidoKuehn Wenn Frauen für dieselbe Tätigkeit weniger bekommen, kann das mit fehlenden Karrierechancen nichts zu tun haben, denn dieselbe Tätigkeit setzt voraus, dass sie dieselbe berufliche Stellung haben wie Männer. Hier werden zwei Dinge vermischt, schlechtere Aufstiegschancen und Benachteiligung bei der Höhe des Arbeitsentgeltes. Beides ist natürlich Diskriminierung, aber der zugrunde liegende Sachverhalt unterscheidet sich erheblich.
@joachimmos Statistisch kümmert sich ein Geschlecht um die unbezahlte und berufsbiographisch gefährliche familiäre Aufzucht und Pflege, während das andere in diesen Zeiten weiter Karriere macht und Rentenpunkte maximiert und implizit dafür sorgt, dass die Gestaltung von Arbeitswelt der Wege darin männlich dominiert bleibt. Da durch die statistische Verzerrung deutlich weniger Frauen in Gestaltungspositionen kommen und das idR nur als biologische Frauen auf männlichen Pfaden männlich handelnd.