Die @tu_muenchen hat heute per Mail "Unterstützung für die vom Erdbeben in der Türkei und Syrien betroffenen Studierenden" angekündigt.
Aus meiner Sicht notwendig und richtig.
Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Ein Thread:
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Die @tu_muenchen hat heute per Mail "Unterstützung für die vom Erdbeben in der Türkei und Syrien betroffenen Studierenden" angekündigt.
Aus meiner Sicht notwendig und richtig.
Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
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1/10
Heute in der Mail: unbürokratische Möglichkeit zur Befreiung / Verschiebung von bevorstehenden Prüfungen und die Möglichkeit für nachträglichen Prüfungsrücktritt für Prüfungen seit dem 06.02. für betroffene Studierende. Ohne Attest oder Nachweis.
Richtige Entscheidung.
2/10
Weiterhin in der Mail: Informationen zu Finanzielle & Psychologische Unterstützung sowie weitere Angebote für Betroffene.
Das ist alles gut und richtig. Aber was war davor?
3/10
Vergangene Woche haben sich viele Studierende an die TUM in dieser Sache gewandt. Eine türkische Studierende bittet den Präsidenten darum die Reichweite der TUM für einen Call to Action bzw. Spendenaufruf zu nutzen und bietet dabei ihre Unterstützung an (06.02 - abends).
4/10
Die Antwort ist von einem Call to Action weit entfernt:
Die TUM beschreibt die Situation als ein Dilemma. Man könne ja nicht hier für jedes Erdbeben und dort für jeden Krieg Partei ergreifen (sinngemäß). Das würde ja nicht aufhören.
Die Lösung? Lieber gar nichts machen!
5/10
Donnerstag Nacht geht dieser LinkedIn Post Viral. Studierende äußern ihren Unmut und Frust zu diesem Thema, auch unter dem Post: https://www.linkedin.com/posts/emincanozen_earthquakeinturkey-activity-7029571444724363264-yAbf
Viele Kommentare finden sich auch auf auf Social Media der TUM.
Die TUM reagiert (next tweet):
6/10
Am 10.02. veröffentlicht die TUM diese PM:
https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/mitgefuehl-mit-den-erdbebenopfern
Mit Hinweisen zu psychologische Beratung und sogar einem kleinen Spendenaufruf.
7/10
Das verheerende Erdbeben in der Türkei und Syrien hat viele tausend Menschen aus dem Leben und aus ihren geliebten Familien gerissen. Tausende mehr sind schwer verletzt oder plötzlich obdachlos geworden. Das Leid, dass die Menschen in der Region derzeit erdulden müssen, können wir nur erahnen. Unsere Gedanken sind ganz besonders bei den zahlreichen Studierenden aus der Türkei und Syrien hier an der TUM sowie bei ihren Familienangehörigen und Freunden.
Heute dann die Mail an alle Studierenden sowie zwei weitere PMs (inhaltsgleich mit Mail an Studis):
https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/finanzielle-unterstuetzung-und-verschiebung-von-pruefungen
Angesichts der verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien hat das Präsidium der Technischen Universität München (TUM) eine Reihe von Hilfsmaßnahmen beschlossen. So wird ein Soforthilfe-Stipendium eingerichtet, das Studierenden zur Verfügung steht, die durch die Katastrophe in existentielle materielle Notlagen geraten sind. Außerdem können wegen der großen psychischen Belastungen Prüfungen unbürokratisch verschoben werden.
Hätte die TUM letzte Woche schon ohne Druck der Studierenden oder einen viralen LinkedIn Post reagiert?
Sind die heutigen PMs + Mail an die Studis das Resultat vom (öffentlichen) Druck der Studierenden oder ist die Uni da von selbst draufgekommen?
I don't know.
9/10
Was ich weiß:
Die heutige Entscheidung ist die Richtige. Danke an die, die dafür gesorgt haben.
Alle Hochschulen in Deutschland sollten meiner Meinung nach so handeln und kulant & menschlich sein. Dieses Desaster ist schon schlimm genug. Macht es nicht noch schlimmer.
10/10