Ich freue mich sehr, dass das Blog „Politik & Ökonomie“ meinen Essay über den Inflationsbegriff veröffentlicht hat: https://politischeoekonomie.com/warum-man-nicht-mehr-inflation-sagen-darf/

Wer sich für das Thema interessiert und den Text noch nicht von meinem Substack kennt: Lest doch mal rein und sagt mir, was ihr denkt!

Warum man nicht mehr »Inflation« sagen darf

Inflation bezeichnet einen so unübersichtlichen Zusammenhang, dass man hinter dem Begriff andere Fragen geschickt zum Verschwinden bringen kann. In seinem Beitrag argumentiert Lars Weisbrod, warum man den Begriff nicht mehr benutzen sollte und was man stattdessen sagen könnte.

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@larsweisbrod "Wenn die Preise steigen, woher wissen wir, ob Unternehmen nicht bloß die Gunst der Stunde nutzen und zusätzliche Gewinne einstreichen – und die scheinbare Inflation letztlich ein bloßes Umverteilungsprogramm ist, von unten nach oben?"
Ich finde das immer so unlogisch. Jede Unternehmer:in möchte immer höhere Preise abrufen. Es ist NUR die Konkurrenz mit anderen Anbieter:innen und die absolute Zahlungsbefeitschaft für das angebotene Gut, die das verhindert.
@larsweisbrod was denken Leute, die so argumentierten denn, wie Preise sonst zustande kommen?
@larsweisbrod Was dein eigentliches Argument angeht - ich finde es ehrlich gesagt nicht überzeugend. Denn sowohl Teuerung als auch Geldentwertung haben ja eine gemeinsame Folge, nämlich dass die Preise steigen. Ob es sich um Nachfrage- oder Angebotsphänomen handelt ist ja oft gar nicht sicher oder nicht bekannt oder es ist eine Mischung.
@jogehrs @larsweisbrod entscheidend ist aber, ob man das dann mit Leitzinserhöhung bekämpfen sollte. Selbst Sparer sind ja in der Regel nicht nur (!) Sparer und diese Zinserhöhungen sorgen für weitere Teuerungen gerade da, wo es besonders weh tut ohne dass man ausweichen könnte (wohnen).
@tinaKP @larsweisbrod da wäre halt die Frage was die Alternative ist. Wir wissen schon ziemlich gut, dass Zinserhöhungen funktionieren (siehe Volcker)
@jogehrs @larsweisbrod Die Frage ist doch als was sie primär funktionieren. Ideal wäre ein zielgenaueres Instrument das den Konsum zwar insgesamt dämpft, ohne aber disproportional gerade die Güter zu betreffen, die zur Basisversorgung gehören. Wären Steuern da nicht das bessere Modell? Zumal man dann auch noch etwas umverteilen könnte.