Das Zeug wird immer mehr, wenn man nicht aufpasst. Und es passt ja niemand auf. Denn Menschen müssen immerzu etwas *beitragen*, immer müssen sie hinzufügen, am besten, in dem sie sich *einbringen*, also in dem sie noch etwas dazutun, in das Zuviel, das da schon ist. 1/5
Wer wegnimmt, wegträgt, weglässt, hinterlässt keine Spuren. Dabei sein ist eben nicht alles, Zeug hinterlassen ist alles. 2/5
Auch wenn es Zeug ist, das vor sich hin verrottet und dann schmallippig eingestellt wird: Bitte laden Sie Ihre Daten herunter, da der Dienst zum Ende des Monats eingestellt wird. Vielen Dank, dass Sie den Dienst genutzt haben. Zum Schluss wird weggenommen, und zwar alles. 3/5
Bei Google werden zum Beispiel so viele Produkte entwickelt und wieder eingestellt, weil diese neuen Produkte die Girlanden in den Lebensläufen der Produktmanager*innen sind. 4/5
Etwas *nicht* zu tun, etwas sein zu lassen, gar etwas wegzunehmen, ist kein Feature. Darauf gründet sich kein berufliches Fortkommen. Karrieren gedeihen auf dem Friedhof des zurückgelassenen Zeugs. Und statt der gebrauchten strategischen Weglasser finden sich nur Verhinderer. 5/5
@gabrielberlin so funktioniert das Patriarchat seit Mann gesellschaftlichen Status durch die Anzahl der Ziegen und Rinder erhöhen konnte, die einem gehört haben. Aber nich mehr lange. Wir haben die Athmo- und Biosphäre vollgestopft mit all dem Zeug und jetzt platzt der Beutel bald.
@benni hast du dazu eine Quelle?
@gabrielberlin zu welcher von den vielen steilen Thesen in dem Satz jetzt genau? ;)
@benni das mit der Steigerung der Anzahl der Tiere als Ausgangspunkt
@gabrielberlin ich hab es zuerst bei maturana gelesen aber ich glaube der hat es auch nur von feministischen historikerinnen geklaut.