Immer noch wird Klima- und Umweltschutz mit Verbot und Verzicht gleichgesetzt. Man sollte viel lauter sagen, wovon wir MEHR haben wollen: Mehr Platz für Mensch & Natur. Mehr Lebensqualität durch kürzere Wege statt Einkauf mit Autozwang. Mehr PV und Wind statt Energieabhängigkeit.
@florianaigner du willst jetzt nicht wirklich unsere schönen Hörl-Liftanlagen mit Windrädern verschandeln, oder?
@florianaigner und ich will mehr Solarpunk: positive Visionen in Literatur, Filmen und Games! Nur vom auflisten entsteht noch keine Geschichte in den Köpfen der Menschen...
@florianaigner
Fänd ich schon ganz nett, wenn wir leisere Städte mit besserer Luft hätten.
Vielleicht müssen wir den nationalen Aspekt der Unabhängigkeit einfach hervorheben, damit dann auch die FPÖler mit an Bord kommen.
@florianaigner Und, nicht zu vergessen: Mehr angenehme Rest-Lebenszeit.
@florianaigner ohne Verzicht wird sich beim Klima gar nichts zum Guten ändern.
@florianaigner Wichtiger Punkt. Gerade für Leute, für die Autos keine Option sind (Kinder wären ein Beispiel) ist das aktuelle autozentrierte System eines, was deutlich mehr Verzicht erzwingt als ein nachhaltiger Verkehr es täte.
@florianaigner Wenn es keinen Verzicht an Privatjets und Privatjachten gibt, müssen wir über alles andere nicht reden. Es ist und bleibt eine Klassen- und Systemfrage, alles andere ist dummes Geschwätz.
@wackJackle
Sorry, aber das ist eine klassische Ausrede, so im Sinn von "solange X nicht zum Verzicht gezwungen wird, mach ich gar nix". Für bessere Gesetze ist die Beteiligung der Vielen wichtig, weil sie Druck von unten aufbaut. Nur so kommen dann auch die ganz oben zum Handkuss.
@florianaigner
@mandelbrot57 @florianaigner Wenn es eine demokratische Gesellschaft nicht schafft, einer klitzekleinen Minderheit ihre Privatspielzeuge ala Jets und Jachten ein für alle Mal zu verbieten, ist es das beste Beispiel dafür, dass es eine
'Beteiligung der Vielen' niemals geben wird, weil wir es nicht einmal schaffen, eine 'Beteiligung der Ganzwenigen' hinzubekommen. Ausrede? Mir persönlich nun eine reinhauen? Jap, so werdet 'ihr' mit Eurer 'Beteiligung der Vielen' weiterhin nichts erreichen..
@wackJackle
Ich bin ja absolut nicht gegen Verbote und Abschöpfung bei den berühmten 1%, ganz im Gegenteil! Es kann aber keine Bedingung dafür sein, dass ein klimagerechtes Leben sinnvoll und dringend anzugehen ist. "Ohne Maßnahmen gegen Spitzenverdiener ist alles sinnlos" ist in meinen Augen einfach eine faktisch falsche Aussage.
Klimakrise ist überall, ergo ist auch Handlungsbedarf überall. Ohne Bedingungen à la "aber zuerst ....".
@florianaigner
@mandelbrot57 @florianaigner Eben weil das Problem so gigantisch ist, fängt man konsequent dort an, wo man mit geringem Einsatz, das meiste erreichen kann. Afrika verursacht nur 4% der Klimarelevanten Gase, also irgendwelche Öfen in die Sahelzone zu exportieren, die Holz etwas effizienter verbrennen, ist Schwachsinn. Man fängt bei den Privatjets und Jachten an und arbeitet sich von dort nach unten, nicht umgekehrt!!
@wackJackle
In der Theorie logisch, in der Praxis oft in der Reihenfolge nicht umsetzbar. Ich bin Praktikerin und bei dir damit offenbar am falschen Platz. Werde nicht weiter stören.
@florianaigner

@florianaigner mehr gesunde lebensjahre durch fleischlose ernährung. 👍🏻

Wilhelm Ernst Barkhoff, Mitinitiator der GLS Bank, sagte einst: „Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder einer Zukunft, die wir wollen.“

@florianaigner Also diese Menschen, die so gerne diese eine und einzige Welt an die Wand fahren, sanft anfassen? Vielleicht. Obwohl: Man hat jetzt >30 Jahre sanft angefasst, Effekt: Null.
Irgendwo und irgendwann muss die Absurdität unendlichen Wachstums in einer endlichen Welt thematisiert werden. Am besten, bevor diese Welt so nicht mehr existiert.

@florianaigner

Mehr Komfort (stimmt!) durch bessere Wärmedämmung (und zugleich auch noch weniger Verschwendung).

Mehr Spaß in der Wohnumgebung mit dem Rad.

Mehr Lebensqualität durch mehr Grünspangen.

Mehr Lebenslust durch weniger Verkehrslärm.

...ich könnte nahezu unaufhörlich damit weiter machen.

Genau genommen wissen wir alle das doch alles. Und lassen uns trotzdem weiter in diesem Laufrad herumscheuchen?!

@florianaigner meine Rede. Verzicht war für mich gestern mit dem Auto einkaufen weil Speichen am Lastenrad gebrochen.
Total unbequem.

@JPProeger
Ja, wir sind auch auf das #Lastenrad angewiesen. Wenn das Mal in die Werkstatt muss, gibt's hier lange Gesichter.

@florianaigner

@florianaigner @nehrka heute morgen fiel mir ein, dass ich noch ein fertig eingespeichertes Rad mitsamt Motor in der Garage von einem anderen Projekt habe. Brauche nur noch nen Mantel dafür.

@JPProeger
Hm, einen Ersatzmantel habe ich eigentlich immer da. Für fertig eingespeichte Räder fehlt mir der Platz.

@florianaigner

@florianaigner @nehrka das war eher Zufall, weil von anderen Projekt. hab immer noch nicht entschieden, was ich für einen Mantel drauf mache. Ich wollte mal Super Moto probieren - fürchte aber der ist zu breit.

@JPProeger Der normale oder der X? Der ohne X wäre mir zur Zeit ein wenig zu rutschig.

@florianaigner

@florianaigner @nehrka mit x- den anderen kannte ich gar nicht. Gerade erst bei schwalbe gesehen.
@florianaigner Mehr Möglichkeit ohne Angst an frischer Luft Strecken zurücklegen.
@florianaigner
Verzicht hören viele ungern.
Das Stichwort sollte aber eher "Umstellung" lauten. Dazu gehört dann auch weniger von einigem, was wir vorher viel hatten.
Weniger Fleisch, mehr Gemüse.
Weniger Heizung, mehr Isolierung.
Weniger KFZ, mehr Öffis.
Usw.
Das muß zuerst in die Köpfe, von Politikern und Bevölkerung, in dieser Reihenfolge.
Technisch ist doch eh fast alles klar, es geht um gesellschaftliche Veränderungen. Und die dauern leider, egal, ob noch Zeit ist oder nicht.
@adamsfan
In dem Punkt ist zum Teil die Werbung schon weiter als die Politik. Da wird zwar viel Greenwashing betrieben, aber Öko-Produkte und zb Fleischloses werden positiv geframet. Das bringt IMO mittelfristig mehr als jede Predigt.
@florianaigner

@florianaigner ich finde auch das "Umweltschutz" ein verbrannter und irreführender Ausdruck ist. Bei mir ist er mit der Vorstellung verbunden, als ob wir aus bloßer Güte eine hilflose Umwelt, die nicht viel mit uns zu tun hat, vor uns schützen müßten. Und manche übertreiben es damit halt, weil sie keinen Sinn für Tradeoffs haben.

Es ist aber genau umgekehrt.

@florianaigner vielleicht haben wir Umweltschutz aber auch einfach schon immer falsch verstanden. Es geht gar nicht darum, die Umwelt vor uns zuschützen, sondern darum, uns vor der Umwelt zu schützen.

@florianaigner

👍
Mehr Zeit, weniger Zeug.
Mehr Engagement, weniger Konsum.
Mehr Sinn, weniger Burn-out.
Mehr Solidarität, weniger Konkurrenz.
Mehr wertorientiertes Leben.
Für Alle.

@florianaigner

mehr - überleben?
mehr - zukunft?

🙄