Ich finde: der #Schellnhuber-Vorschlag sollte zumindest offen diskutiert werden — er könnte eine marktwirtschaftlich bestechende, regelkonforme Lösung sein. Der Potsdamer Klimaforscher Schellnhuber hat die Idee ins Gespräch gebracht, jeder Mensch bekomme pro Jahr 3 Tonnen CO2 frei, und wer mehr benötige, müsse es sich kaufen. Zum Vergleich: Jeder Bundesbürger produziert im Durchschnitt pro Jahr laut Bundesumweltministerium rund 11 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases ⁠CO2⁠.⬇️
➡️Es wäre administrativ recht einfach: jeder Deutsche bekommt Anfang jeden Jahres aus einem „Klimafonds“ den Gegenwert von 3 to CO2 in bar; gleichzeitig werden alle Produkte mit dem Preis ihres CO2-Äquivalents belastet, der dann wieder den Klimafonds speist. So könnte man auf einfache Art und Weise die Klimabelastung jedes Einzelnen monetarisieren. Man sollte es in der Tat einmal weiter durchrechnen. Eine marktwirtschaftliche Lösung wäre jedenfalls systemkonform.⏹ #KlimaUnion
@laaspher Ein schöner Vorschlag. Und wenn er je umgesetzt wird, wird es Freikontingente geben für die Industrie (wegen der Arbeitsplätze) und für die Windradbauer (wegen Ökostrom) und für SUV-Fahrer (wegen der Freiheit). Das wird ganz marktwirtschaftlich dafür sorgen, dass der Preis pro Tonne bei etwa 2ct liegt. Dann darf die Marktwirtschaft den Rest entsorgen.
@saschaMantscheff wer etwas nicht will, sucht Gründe — wer etwas will, sucht Wege!
@laaspher Es wäre nachgerade fahrlässig, die Argumente der Gegner nicht mitzudenken. Wenn allein die Qualität oder Nützlichkeit die Planung bestimmte (und nicht der gemeine Eigennutz), wäre die Planwirtschaft ein voller Erfolg gewesen.