Warum fällt es uns leichter, uns fss Ende der Welt vorzustellen, als fas Ende des Kapitalismus?
Und warum ist die einzige Alternative, die Leuten zu Kapitalismus einfällt, autoritärer Sozialismus?
@afelia ich denke ein großes Problem ist, dass wir "Kapitalismus" und "Marktwirtschaft" oft synonym zueinander verwenden. Das macht die Diskussion entsprechend ungeau. Viele Vorschläge gegen den Kapitalismus würde ich als eine Art Marktwirtschaft bezeichnen.
Wenn wir "Kapitalismus= Marktwirtschaft", ist das Gegenteil aus reiner Definition Planwirtschaft (die ja nicht zwingend sozialistisch ist)
@ytami @afelia ich persönlich verstehe ehrlich gesagt den Kapitalismus als genau so weit von Marktwirtschaft entfernt wie Planwirtschaft. Es ist einfach das andere dysfunktionale ende des Systems. Würde an dieser Stelle mich sogar positiv als "Marktradikal" verstehen wollen, dass ich alles was zu groß wird zerschlagen würde.
@mohs @afelia ich finde nicht, dass wir das auf einer linearen Skala darstellen können. Kapitalismus ist mMn eine ungleichmäßig regulierte Art der Marktwirtschaft.
Ich finde die Unterscheidung im Englischen zwischen Business und Economy sehr hilfreich und glaube ein Problem in Deutschland ist, dass wir immer von "der Wirtschaft" sprechen, aber einerseits einen Wettbewerb mit mehr oder weniger Marktmacht meinen und auf der anderen Seite die Profitorientierung großer Unternehmen
@ytami @afelia ja, sehe ich auch so. Ich finde es auch ganz fürchterlich, dass das Profitstreben in teilen im Gesetz verankert ist. Fände es viel besser wenn das Gegenteil der Fall wäre. Also das Firmen ein nicht-monetäres Ziel formulieren müssen, das sie anstreben, bei welchem sie sich dann je nach gesellschaftlichem Interesse / nutzen fördern lassen können.
Bei Gewinnen könnte man fordern, dass anzugeben ist wie diese genutzt werden sollen.
@mohs @afelia Profitstreben ist aber erstmal der Hauptgrund für ein Unternehmen. Jede*r Selbstständige strebt Profit an, aus dem er*sie den Lebensunterhalt bezahlt. Gleiches gilt für Unternehmen mit mehreren MA. Problematisch wird das erst bei zu großen Unternehmen, insbesondere wenn die dadurch politische Macht bekommen.
Finde allerdings den französischen Ansatz, dass das Grundziel eines Unternehmens einen Mehrwert für die Gesellschaft haben muss sehr sinnvoll.
@ytami @afelia naja selbst über die runden kommen ist noch nicht das gleiche wie gewinn erzielen. Das mag noch bei einem mini-Betrieb als GbR der fall sein, dass das deckungsgleich ist, aber spätestens bei einer GmbH, bei welcher die Geschäftsführung ein Gehalt bekommt kann man das nicht mehr so formulieren. Zudem ergibt sich das ja eigentlich, das muss man nicht in Gesetze gießen. In teilen steht das übrigens auch in d. Gesetzen.
@mohs Was streben ehrenamtlich arbeitende an? @ytami @afelia