Ich halte es übrigens für eine wirklich sprachunsensible, debattenverhindernde, eitle Dummheit, „Freiheit“ zur Floskel des Jahres zu küren. Ich verstehe, was damit gemeint ist, aber sich Sprachkritiker nennen und dann in einer Zeit der Überschriften so bescheuert einfaches Kanonenfutter für rechte Empörer zu generieren, zeugt entweder von Arroganz oder Naivität und ich hab keine Ahnung, was ich davon unangenehmer finde. Aber Hauptsache geile Überschriften, ne?
@Nilzenburger es ist auch unlauter, weil Freiheit wie viele politische Zentralbegriffe unscharf ist und wie alle anderen missbraucht wird. Dem Begriff nun bestimmte Verhaltensweisen einiger Verwender anzulasten, ist darüber hinaus argumentationslogisch unsinnig.
@ChristophKappes Absolut. Ich finds einfach überraschend, dass das von Leuten kommt, die sich hauptsächlich mit Sprache beschäftigen. Da war man offensichtlich von der eigenen edgy Idee berauscht.
@Nilzenburger es ist ganz typisch für Leute, die "sich mit Sprache beschäftigen", dass sie sich von Sinn, Kontext und Methodik fernhalten, von Alfred Gleiss bis Bastian Sick.
Hier ist ja auch auffällig, dass sie ja eigentlich Journalismuskritik machen wollen, aber in der mageren dreizeiligen Begründung nicht von Journalismus die Rede ist. Stattdessen wenden sie sich gegen einige Verwender und deren unterstellte Motive. /2
@Nilzenburger die Begründung hat weder Bezug zu Medien noch zu Journalismus: "Der Freiheitsbegriff wird entwürdigt von Egoman*innen, die rücksichtslos demokratische Gesellschaftsstrukturen unterwandern. Im Namen der Freiheit verkehren sie selbstgerecht und unsolidarisch ..."
cc @altpapier